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Was kann man gegen schiefe Zähne tun?

Wer träumt nicht davon: Perfekte Zähne. Doch wie bekommt man ästhetisch perfekte Zähne? Fakt ist, dass es eine von Natur aus perfekte Zahnstellung vergleichsweise selten gibt. Kleine Unregelmäßigkeiten und individuelle Abweichungen gehören eben viel eher zur Natur als vollkommen gerade Zähne. Kein Mensch ist wie der andere und auch das Gebiss ist ebenso immer ein Unikat. Um sich den Traum von perfeken Zähnen zu erfüllen eignen sich durchsichtige Zahnspangen – auch bekannt als Aligner – sehr gut. So können auch Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen völlig unauffällig korrigiert werden.

Lachende Frau mit Aligner

Folglich stört ein einzelner, leicht schiefer Zahn, vielleicht noch an einer Stelle, die man selten sieht, nur die wenigsten Menschen. Rund jede dritte deutsche Person weist im Gebiss zumindest eine leichte bis mittelschwere Fehlstellung auf, die sie bzw. ihn vielleicht niemals behindert oder Beschwerden verursacht. Wer jedoch richtig schiefe Zähne, große Zahnlücken oder einen zu eng stehenden Kiefer hat, kann Probleme bekommen, die nicht nur aus ästhetischen Überlegungen heraus gelöst werden sollten.

Zum Glück lassen sich schiefe Zähne in jedem Alter korrigieren. Durchsichtige Zahnspangen sind die perfekte Alternative für die Behandlung von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen.

Der Unterschied zwischen den durchsichtigen Zahnkorrekturschienen und einer festen Zahnspange ist, dass diese bei der Korrektur der Zähne ganz ohne Elemente auskommt, die fest auf dem Zahn sitzen. Zahnkorrekturschienen sind daher absolut unauffällig und können zu den Mahlzeiten und zur Zahnpflege einfach heraus genommen werden.

Warum hat man schiefe Zähne?

Schiefe Zähne können sich schon im Kindesalter entwickeln, wenn die Milchzähne nicht von selber ausfallen, sondern von der Zahnärztin oder vom Zahnarzt entfernt werden müssen. Jeder Milchzahn erfüllt auch die Funktion eines Platzhalters für die bleibenden Zähne, die sich erst später entwickeln. Gehen die Platzhalter zu früh verloren, z. B. durch Karies oder einen Zahnunfall, sind die verbleibenden Lücken im Kiefer oft zu klein, so dass die bleibenden Zähne nicht immer ausreichend Platz finden.

Doch auch, wer seine Milchzähne auf natürlichem Weg verloren hat, ist nicht vor schiefen Zähnen gefeit. Denn bei Erwachsenen können sich ebenfalls noch Zahnfehlstellungen entwickeln. Mögliche Ursachen sind Unfälle, etwa ein Sturz vom Fahrrad, bei dem der Kieferknochen bricht oder beschädigt wird. Zudem haben Menschen, die regelmäßig mit den Zähnen knirschen oder die Zahnreihen bei Stress aufeinanderpressen, ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung von Fehlstellungen.

Wird ein bleibender Zahn entfernt, etwa in Folge einer tiefgehenden Entzündung des Zahnnervs oder aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit, können die umliegenden Zähne mit der Zeit in die Lücke kippen. Auch der gegenüberliegende Zahn kann sich aufgrund des fehlenden Gegendrucks verlängern und so immer weiter in die Zahnlücke hineinragen – mit weitreichenden Folgen, etwa einer Veränderung des Bisses oder der Aussprache, die nur durch eine Zahnkorrektur beseitigt werden können.

Nicht zuletzt können Zahnfleischprobleme wie Parodontitis eine Ursache für schiefe Zähne darstellen. Durch die entzündlichen Prozesse im Zahnhalteapparat werden Kieferknochen und Zahnfleisch abgebaut, so dass die betroffenen Zähne zunehmend an Halt verlieren. Unbehandelt kann das dazu führen, dass die Zähne im Kiefer „wandern“ oder nach vorn oder hinten wegkippen. 

Die Zähne neigen generell dazu, sich nach vorne in Richtung der Lippen zu verschieben. Diese sogenannte Mesialdrift ist ein natürlicher Vorgang, der eigentlich die Zähne vor übermäßiger Abnutzung beim Kauen bewahren soll. In schweren Fällen wird jedoch eine kieferorthopädische Behandlung erforderlich, um den drohenden Zahnverlust abzuwenden.

Wann müssen schiefe Zähne korrigiert werden?

Gravierende Zahn- und Kieferfehlstellungen können die normalen Kau- und Sprachfunktionen erheblich beeinträchtigen. Wenn schiefe Zähne bei einem Kind nicht frühzeitig korrigiert werden, kommt es häufig zur Ausbildung bleibender Sprachfehler (Nuscheln, Lispeln etc.) oder zu einer verzögerten Sprachentwicklung, die auch das Lern- und Sozialverhalten negativ beeinflussen kann.

Schieben sich in einem engstehenden Kiefer die Zähne übereinander, lassen sie sich nicht mehr rundum reinigen. Oft betrifft das Problem vor allem die Frontzähne, tritt jedoch erst auf, wenn die hinteren Backenzähne bzw. Weisheitszähne durchbrechen. Manche Menschen haben aber schon als Kinder damit zu kämpfen.

An den unerreichbaren Stellen können sich Bakterien festsetzen, die dann zu Karies, Entzündungen und im schlimmsten Fall zu frühen Zahnverlusten führen. Wenn der Kiefer nicht genug Platz für alle angelegten Zähne bietet, ist es sinnvoll, einen oder mehrere davon zu entfernen und die verbleibenden durch entsprechende Korrekturmaßnahmen in eine Reihe zu bringen. Wenn ein angelegter Zahn wegen des Platzmangels im Kieferknochen beim Wachsen „steckengeblieben“ ist, kann er gegebenenfalls nachträglich in den Zahnbogen eingegliedert werden.

Schiefe Zähne können auch durch Zahnlücken entstehen, etwa wenn die Nachbarzähne nach und nach in Richtung der Lücke kippen oder sich verschieben. Darum müssen verlorene oder nicht angelegte Zähne frühzeitig durch Brücken oder Implantate ersetzt werden. Bei Kindern kann der Kieferorthopäde auch speziellen Zahnersatz als Platzhalter einsetzen, um eine Lücke für den bleibenden Zahn oder späteren Zahnersatz freizuhalten.

Schiefe Zähne, was tun?

Um schiefe Zähne zu korrigieren, ist eine kieferorthopädische Behandlung erforderlich. Das kann sowohl eine lose (also herausnehmbare) Zahnspange, eine durchsichtige Zahnkorrekturschiene (engl. Aligner) oder eine feste Zahnspange mit Brackets sein.

In einigen Fällen ist es zudem möglich, sichtbare Fehlstellungen durch festsitzenden Zahnersatz wie Veneers, Kronen oder Brücken oder durch herausnehmbaren Zahnersatz (Prothese) zu korrigieren bzw. auszugleichen.

In welchem Alter sollte eine Zahnspange getragen werden?

Eine klassische Zahnspange ist vor allem geeignet für die Frühbehandlung von schiefen Zähnen. Diese sollte etwa im Alter von sechs bis acht Jahren beginnen und von einer Kieferorthopädin bzw. einem Kieferorthopäden geplant und begleitet werden. Die bzw. der Mediziner/-in nimmt einen Abdruck des Gebisses und lässt im Labor eine herausnehmbare ein- oder zweiseitige Zahnspange anfertigen, die für einige Jahre regelmäßig getragen werden muss. Durch sie soll das Kieferwachstum so beeinflusst werden, dass die bleibenden Zähne ausreichend Platz finden, um gerade und in richtiger Stellung durchbrechen zu können. Eine solche kieferorthopädische Frühbehandlung ist angezeigt, wenn die unteren Schneidezähne vor den oberen stehen oder die Schneidezähne und die vorderen Seitenzähne keinen Kontakt haben. Auch der sogenannte Kreuz- oder Scherenbiss, bei dem die unteren Seitenzähne weiter nach außen geneigt sind als ihre Gegenspieler im Oberkiefer, kann durch eine Zahnspange dauerhaft korrigiert werden, ebenso ein Zwangsbiss, bei dem die Zahnstellung den Unterkiefer in eine nicht natürliche Position zwingt.

Aligner – Durchsichtige Zahnspange für Erwachsene

Zahnfehlstellungen entwickeln sich teilweise erst im fortgeschrittenen Alter. Sie können aber auch bei Erwachsenen mit durchsichtigen Zahnschienen (engl. Aligner) wirkungsvoll behandelt werden. Die Dauer der Behandlung ist dabei immer davon abhängig, wie stark die Zahnfehlstellung ausgeprägt ist. Die Aligner müssen während des Behandlungszeitraums nach zwei Wochen ausgetauscht werden, um den erforderlichen Druck auf Zähne und Kiefer sicherzustellen und so die Zähne langsam in die gewünschte Position zu verschieben.

Bei schweren Zahnfehlstellungen kann die Kieferorthopädin bzw. der Kieferorthopäde auch einem Erwachsenen eine festsitzende Zahnspange verordnen, die durch Brackets an den Oberflächen der Zähne befestigt wird. Die Brackets übertragen die Kräfte der Zahnspange direkt auf den Zahn und Kieferknochen, sind jedoch beim Reden, Lachen oder Essen gut zu erkennen und daher für viele Erwachsene ein ästhetisches Problem.

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