Patientenhotline
Kostenlose Patientenhotline
Unsere kostenlose Patientenhotline
0800 160 0 170
  • Zahngesundheit

Kiefererkrankungen

Kiefererkrankungen betreffen eine Vielzahl von Strukturen im Kopf- und Halsbereich, die nicht nur für das Kauen und Sprechen wichtig sind, sondern auch die Lebensqualität maßgeblich beeinflussen. Die komplexe Anatomie des Kiefers umfasst Knochen, Gelenke, Muskeln und Weichgewebe, die alle anfällig für verschiedene Erkrankungen und Fehlfunktionen sein können. In diesem umfassenden Ratgeber werden typische Kiefererkrankungen erläutert, deren Symptome beschrieben und die gängigen Diagnose- sowie Therapieverfahren vorgestellt. Die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung wird ebenso hervorgehoben wie Tipps zur Vorbeugung und Unterstützung der Kiefergesundheit im Alltag.

beitragsbild-kieferzyste
Bestpreis Garantie
Zahnersatz zum günstigsten Preis!
Hochwertiger Zahnersatz
mit 4 Jahren Garantie!
Marktführer Auslandszahnersatz
mit deutschen Standards!

Anatomie des Kiefers und Kiefergelenks

Die Kieferregion besteht im Wesentlichen aus dem Oberkiefer (Maxilla) und dem Unterkiefer (Mandibula), die durch das Kiefergelenk miteinander verbunden sind. Dieses Gelenk ist ein hochkomplexes Scharnier, das Bewegungen in verschiedene Richtungen ermöglicht und durch einen Gelenkknorpel sowie eine dazwischenliegende Scheibe, den sogenannten Diskus, geschützt wird. Die Kaumuskulatur steuert die Bewegungen des Kiefers und sorgt für die Kraft, die zum Kauen benötigt wird.

Das Kiefergelenk ist einzigartig in seiner Bauweise und Funktion, da es sowohl als Scharnier- als auch als Gleitgelenk arbeitet. Diese Vielseitigkeit macht es anfällig für Fehlfunktionen und degenerative Erkrankungen. Ein detailliertes Verständnis der Anatomie hilft, die vielfältigen Symptome von Kiefererkrankungen besser zuzuordnen und gezielte Therapien zu entwickeln.

Kieferknacken

Das Kiefergelenk verbindet den beweglichen Unterkiefer mit dem starren Oberkiefer. Der Oberkiefer ist als Teil des sogenannten Gesichtsschädels fest mit dem Schädelknochen verbunden. Zwischen Ober- und Unterkiefer, vor den Ohren, sitzen die Kiefergelenke. Sie ermöglichen die Bewegungen des Unterkiefers, die zum Kauen und Sprechen nötig sind und viele andere Funktionen unterstützen. Wie andere Gelenke bestehen auch die Kiefergelenke aus verschiedenen Teilen, aus deren Zusammenspiel sich die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten und -richtungen ergeben. Die Hauptbestandteile sind der Gelenkkopf am Unterkiefer, die konkave Gelenkgrube am Oberkiefer und die dazwischenliegende Knorpelscheibe, der Diskus. Zu den Kiefergelenken gehören außerdem verschiedene Muskeln, die teils im Gelenk und teils darum herum sitzen.

Wie entsteht Kieferknacken

Beim Öffnen des Mundes und anderen Unterkieferbewegungen gleitet der Gelenkkopf mitsamt der Knorpelscheibe nach vorn. Zuweilen rutscht der Diskus jedoch auch ohne den Gelenkkopf vor, und wenn der Gelenkkopf dann mit Verzögerung nachrutscht und auf die Knorpelscheibe trifft, verursacht dieses „Aufrutschen“ das Geräusch und den Ruck beim Kieferknacken. Das Verrutschen der Knorpelscheibe wird auch Diskusverlagerung genannt und ist in vielen Fällen harmlos – einfach eine nicht ganz korrekt synchronisierte Gelenkbewegung, wie sie auch in den Finger- oder Kniegelenken auftreten kann. Und wenn die Knorpelscheibe so weit verrutscht, dass der Gelenkkopf direkt auf die Gelenkgrube trifft, also Knochen über Knochen reibt, entstehen dadurch Knirsch- oder Reibegeräusche. Auch sie können harmlos sein, wenn sie nur manchmal auftreten und keine weiteren Beschwerden verursachen. Sind sie jedoch mit starken Missempfindungen, Schmerzen oder Funktionsstörungen verbunden, sollte ein Zahnarzt oder Orthopäde die Kiefergelenke untersuchen. Auslöser für häufiges Kieferknacken können genetische Faktoren sein oder ein Unfall (z. B. Schädeltrauma oder Kieferbruch). Zahnersatz kann ebenfalls eine Rolle spielen, etwa eine schlecht sitzende ältere Prothese oder neuer Zahnersatz, an den man sich noch nicht richtig gewöhnt hat. Außerdem kann der Diskus auch im Schlaf verrutschen, etwa bei nächtlichem Zähneknirschen oder Zähnepressen, das meist durch Stress verursacht wird und zu den häufigsten Auslösern und Begleiterscheinungen von Kiefergelenkbeschwerden zählt.

Was bedeutet Kieferknacken im Kiefergelenk

Gelegentliches Kieferknacken ist in aller Regel harmlos. Viele Menschen kennen das schmerzlose Knacken im Kiefergelenk, das gelegentlich bei einer heftigen Kaubewegung auftritt oder beim Gähnen mit weit geöffnetem Mund. Ist das Kieferknacken jedoch mit Schmerzen oder anderen Beschwerden verbunden, kann es ein Anzeichen für eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein. CMD ist die Abkürzung für craniomandibuläre (oder kraniomandibuläre) Dysfunktion. Dabei steht cranio für den Kopf bzw. Schädel (lat. cranium), und mandibulär leitet sich vom lateinischen Wort mandibula (= Unterkiefer) ab. CMD ist ein Überbegriff für sämtliche Fehlfunktionen bzw. Fehlregulierungen der beiden Kiefergelenke. Unter diesem Begriff wird eine Vielzahl von klinischen Symptomen im Bereich der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur, des Kopfes und des Mundes zusammengefasst. Viele Menschen sind davon betroffen, doch nicht immer ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. Rasche Hilfe bringt hier eine passgenaue Knirscherschiene (auch Aufbissschiene genannt) aus dem Dentallabor. Sie schützt Zähne und Zahnersatz vor Schäden und vorzeitiger Abnutzung.

Für Laien ist es meist schwierig, die genaue Ursache für schmerzhaftes oder auffallend häufiges Kieferknacken zu ermitteln und die Risiken richtig einzuschätzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine Kiefergelenkbeschwerden daher ärztlich abklären lassen. Hausärzt/- innen oder Zahnärzt/- innen können eine sichere Diagnose stellen und gegebenenfalls geeignete Therapiemaßnahmen empfehlen.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Ein häufiges und recht deutliches Anzeichen für kraniomandibuläre Dysfunktion sind regelmäßige Schmerzen in den Kiefermuskeln oder den Kiefergelenken. Diese Kieferschmerzen treten vor allem beim Kauen auf.

Auch die folgenden Symptome können auf CMD hindeuten:

  • Der Kiefer lässt sich nicht oder nur unter Schmerzen ganz bzw. gleichmäßig öffnen.
  • Beim Öffnen und/oder Schließen der Kiefer ist ein Knacken oder Reiben spürbar (manchmal auch deutlich hörbar).
  • Die Zähne (oder der Zahnersatz) passen plötzlich nicht mehr richtig aufeinander.
  • Die Kopfdrehung ist eingeschränkt oder schmerzhaft.
  • Es treten Schluckbeschwerden oder Kieferblockaden auf.

Im „Einzugsbereich“ der Kiefergelenke kommt es verstärkt zu Beschwerden, deren Ursprung sich nicht klar bestimmen lässt – z. B. Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Sehstörungen, Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle strahlen in Mund, Zähne oder Gesicht aus.

Kraniomandibuläre Dysfunktion kann aufgrund von weiter unten im Körper gelegenen Ursachen entstehen, z. B. als Folge einer Wirbelsäulenverkrümmung oder dauernder Fehlhaltung. Häufiger sind jedoch Zahnprobleme der Grund, etwa ein Fehlbiss, eine zu hohe Zahnkrone oder unversorgte Zahnlücken. In diesem Fall pflanzt sich die Symptomatik vom Kopf über die Halswirbelsäule nach unten fort, wenn die CMD nicht behandelt wird.

Zahnprobleme als Ursache für CMD

Zur Diagnose von CMD gibt es eine empfohlene Vorgehensweise. Sie umfasst ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, wobei auch Fragebögen zum Einsatz kommen, sowie gründliche Untersuchungen der Kiefergelenke, der Kaumuskeln und der Kieferöffnung. Mit einem Spezialinstrument erstellt der Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine Funktionsanalyse. Außerdem werden mehrere Röntgenbilder vom Ober- und Unterkiefer erstellt.

Wer häufig und stark mit den Zähnen knirscht, erhöht damit das Risiko von CMD, Zahnschäden und vorzeitiger Abnutzung der Zähne. Auch Zahnersatz ist davon betroffen. Darum sollten Knirscher mit ihrem Zahnarzt besprechen, inwiefern der nächtliche Einsatz einer Schiene zum Schutz von Zähnen, Zahnersatz und Kiefer sinnvoll wäre.

Anhand der Untersuchungsergebnisse und Patientenangaben kann der Arzt die CMD-Ursachen eingrenzen und verschiedene Therapieempfehlungen aussprechen. Die Sanierung des Gebisses ist dabei vielfach der erste und wichtigste Schritt: Eventuelle Zahnschäden werden behoben, alter Zahnersatz angepasst und gegebenenfalls erneuert und Zahnlücken mit neuem Zahnersatz versorgt.

Rät der Zahnarzt zur umfassenden Zahnsanierung bzw. zu neuem Zahnersatz, können Sie mit Zahnersatz von der MDH AG Ihre Wunschversorgung realisieren – hochwertig, sicher, ästhetisch und langlebig. Wir kombinieren modernste Zahntechnik, computergestützte Fertigungsmethoden und beste Materialien mit besonders attraktiven Preisen: Für Kronen, Prothesen oder auch maßgefertigte Knirscherschienen (Okklusionsschienen) können Sie mit Einsparungen von bis zu 80 Prozent rechnen und profitieren von einer vierjährigen Garantie auf jedes einzelne Stück.

Muss CMD behandelt werden

Kraniomandibuläre Dysfunktion ist häufig mit Schmerzen und anderen Beschwerden verbunden und kann verschiedene Ursachen haben. Da oft mehrere Gründe zusammenspielen, ist CMD ein sehr vielseitiges Fachgebiet. So können zum Beispiel schadhafte Zähne, unpassende Zahnkronen, Zahnfehlstellungen und Zahnlücken langfristig zu Beschwerden an der Halswirbelsäule, Rückenschmerzen, Schlaf- oder Sehstörungen führen.

Bei der Diagnosestellung sowie der Auswahl und Umsetzung der geeigneten CMD-Therapie spielen Zahnarzt und Kieferorthopäde wichtige Rollen. Wer Zahnersatz trägt und unter CMD leidet, sollte vom Zahnarzt Sitz und Funktion seines Zahnersatzes überprüfen lassen. Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) ist ein weiterer CMD-Risikofaktor, der auch bei der Planung von Zahnersatz berücksichtigt werden muss. Hier kann eine spezielle Schiene (sog. Knirscherschiene) Schäden vorbeugen und die Beschwerden lindern.

In Deutschland leiden etwa 8 Prozent der Gesamtbevölkerung unter CMD-Symptomen. Behandlungsbedürftig wegen ihrer CMD sind ca. 3 Prozent aller Deutschen – darunter mehr Frauen als Männer. Kleinkinder und Menschen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, sind von kraniomandibulärer Dysfunktion seltener betroffen.

Ob CMD behandlungsbedürftig ist, hängt von den damit einhergehenden Schmerzen und Einschränkungen ab (z. B. beim Kauen, Schlucken und Sprechen) – und damit natürlich auch von der persönlichen Leidens- bzw. Schmerzgrenze des Betroffenen. Spätestens wenn die Beschwerden nicht mehr tolerierbar sind und der Arzt vor drohenden Folgeschäden warnt, ist es Zeit, aktiv zu werden.

Kieferzysten

Kieferzysten sind Löcher bzw. Hohlräume im Kieferknochen. Sie sind mit einer Gewebeschicht ausgekleidet und mit Flüssigkeit gefüllt. Eine Kieferyste kann aus verschiedenen Gründen entstehen – zum Beispiel, wenn sich eine unbehandelte oder chronische Entzündung im Kieferknochen „einkapselt“. Manchmal bilden sich Kieferzysten auch als Folge einer problematischen oder gestörten Zahnentwicklung. Männer leiden im Durchschnitt häufiger an Kieferzysten als Frauen. Zahnärzte und Kieferorthopäden unterscheiden unterschiedliche Arten der Kieferzyste. Wenn die Zyste von einem Zahn ausgeht, handelt es sich um eine odontogene Kieferzyste. Nicht odontogene Zysten treten zwar im Bereich des Kiefers auf, bilden sich jedoch aus anderen Gewebearten. Die häufigste Art der von Zähnen ausgehenden Zysten ist die Zahnwurzelzyste (radikuläre Zyste).

Zahnwurzelzyste

Eine Zahnwurzelzyste kann in Folge einer Zahnwurzel- bzw. Wurzelspitzenentzündung entstehen und betrifft häufig Patienten mittleren Alters. Wenn sich die Zyste bildet, sind die Pulpa (das Zahnmark) und der Zahnnerv in aller Regel bereits stark entzündlich verändert oder abgestorben. Um den Zahn zu erhalten, kann der Zahnarzt eine Wurzelbehandlung oder Wurzelspitzenresektion durchführen. Manchmal reicht das schon aus, um die Zahnwurzelzyste auszuheilen. Falls nicht, muss der Zahn gezogen und neuer Zahnersatz geplant werden. Der kann angepasst und getragen werden, sobald die Zyste und alle entzündlichen Prozesse ausgeheilt sind. Bis dahin kann die Lücke mit einem Provisorium versorgt werden, damit sie nicht unangenehm auffällt oder beim Kauen und Sprechen stört.

Follikuläre Kieferzyste

Follikuläre Zysten bilden sich üblicherweise im Unterkiefer, während Zahnwurzelzysten bevorzugt im oberen Kieferknochen auftreten. Eine follikuläre Kieferzyste geht ebenfalls von einem Zahn aus, und zwar vielfach von einem der unteren Weisheitszähne. Diese Art der Kieferzyste ist entwicklungsbedingt: Häufig ist die Ursache eine gestörte Entwicklung oder ein behinderter Durchbruch des Weisheitszahns. Betroffen sind daher vor allem jüngere Patienten im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt. Der Zahnarzt wird im Rahmen der Behandlung den betroffenen Weisheitszahn ziehen bzw. aus dem Kieferknochen herausoperieren. Dann heilt die Knochenhöhle aus. Zahnersatz ist nicht erforderlich, da Weisheitszähne in der heutige Zahnmedizin als verzichtbar gelten.

Behandlung

Es gibt zwei Methoden, um die mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume zu behandeln und den Kieferknochen von der Zyste zu befreien: die Ausschälung und die sogenannte Einfensterung. Der Eingriff, bei dem der Zahnarzt die Zyste ausschält, wird Zystektomie genannt. Dabei wird zuerst der Kieferknochen über der Kieferzyste abgetragen. Ist das passiert, kann der Arzt die Zystenkapsel bzw. den Zystenbalg entfernen. An Stelle der ausgeschälten Zyste bleibt im Kiefer eine leere Knochenhöhle zurück, die sich mit der Zeit von selbst wieder füllt: zuerst mit dem Blutgerinnsel, das sich nach dem Eingriff bildet, und später mit neuem Knochenmaterial. Zwar wird sie sich aller Wahrscheinlichkeit nicht wieder ganz füllen, doch das macht nichts: Der geheilte Kieferknochen ist trotzdem stabil genug, so dass keine Knochentransplantationen oder Knochenaufbaumaßnahmen erforderlich sind.

Große Kieferzysten werden „gefenstert“, der entsprechende Eingriff heißt Zystostomie. Dabei trägt der Zahnarzt die knöcherne Wand der Zyste zur Mundhöhle hin ab, so dass sich die Flüssigkeit entleeren kann. Der Zystenbalg bleibt dabei im Kieferknochen erhalten, doch die Zyste wächst nicht mehr weiter, und die Knochenhöhle schließt sich mit der Zeit zumindest teilweise von selbst wieder.

Sowohl die Zystektomie als auch die Zystostomie können als ambulante Eingriffe in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden. Meist reicht eine lokale Betäubung aus, doch Angstpatienten können sich in vielen Praxen auch für eine Vollnarkose oder eine alternative Betäubungstechnik (z. B. Dämmerschlaf oder Hypnose) entscheiden.

Symptome bei Kiefererkrankungen

Typische Symptome von Kiefererkrankungen sind Schmerzen im Kieferbereich, die in Gesicht, Kopf oder Ohren ausstrahlen können. Oft klagen Betroffene über ein Knacken oder Knirschen bei Kieferbewegungen, eingeschränkte Mundöffnung oder ein Gefühl der Kiefersperre. Zusätzlich können Verspannungen der Kaumuskulatur und Kopfschmerzen auftreten. Die Schmerzen sind häufig dumpf oder ziehend, können aber auch stechend sein und in Belastungssituationen zunehmen. Ohrenschmerzen, Tinnitus oder Druckgefühle im Ohr sind ebenfalls häufige Begleiterscheinungen, die durch die Nähe von Kiefergelenk und Ohr verursacht werden.

Weitere Symptome sind Schwellungen, die durch Entzündungen oder Verletzungen entstehen können, und ein verändertes Kaugefühl. Manche Patienten berichten auch von Problemen beim Schlucken oder Sprechen. Das frühzeitige Erkennen dieser Symptome ist entscheidend, um eine Verschlechterung und Chronifizierung zu vermeiden.

Diagnostische Verfahren zur Abklärung von Kiefererkrankungen

Die Diagnose erfolgt meist durch eine umfassende klinische Untersuchung. Dabei begutachtet der Zahnarzt oder Kieferchirurg die Beweglichkeit des Kiefers, tastet die Kaumuskulatur ab und überprüft die Gelenkfunktion. Die Anamnese erfasst Beschwerden, mögliche Auslöser und bisherige Behandlungen. Zur bildgebenden Diagnostik kommen Röntgenaufnahmen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz, um Veränderungen am Kieferknochen, am Gelenk und im Weichgewebe sichtbar zu machen. Das MRT ist besonders geeignet, um den Gelenkknorpel und die Diskusposition zu beurteilen. Spezielle Tests wie die Sondierungstiefe der Kiefergelenke oder Funktionsanalysen der Kaumuskulatur ergänzen die Diagnostik. In komplexen Fällen können auch neurologische Untersuchungen notwendig sein, um andere Ursachen von Gesichtsschmerzen auszuschließen.

Konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten bei Kiefererkrankungen

Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Bei funktionellen Störungen stehen meist konservative Methoden im Vordergrund. Dazu gehören Physiotherapie zur Entspannung der Kaumuskulatur, spezielle Übungen zur Verbesserung der Gelenkfunktion und die Anfertigung von Aufbissschienen zur Entlastung der Kiefergelenke.

Medikamentös werden häufig Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Muskelrelaxanzien können bei Verspannungen hilfreich sein. Auch lokale Behandlungen, wie Injektionen mit Kortison oder Hyaluronsäure, finden zunehmend Anwendung.

Operative Eingriffe sind dann notwendig, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen. Arthrozentese ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem das Kiefergelenk gespült wird, um Entzündungsstoffe zu entfernen und die Beweglichkeit zu verbessern. In schweren Fällen sind offene Operationen zur Gelenkreposition oder zum Gelenkersatz erforderlich.

Prävention und Tipps zur Erhaltung der Kiefergesundheit

Vorbeugung spielt eine große Rolle, um Kiefererkrankungen vorzubeugen oder deren Verlauf günstig zu beeinflussen. Stressreduktion ist dabei ein wesentlicher Faktor, da Stress häufig zu Zähneknirschen und Muskelverspannungen führt. Entspannungstechniken und regelmäßige Pausen helfen, die Kaumuskulatur zu entlasten. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche tragen zur Vermeidung von Zahn- und Kieferproblemen bei. Korrekte Kieferhaltung und bewusste Vermeidung von einseitigem Kauen entlasten das Kiefergelenk. Sportliche Aktivitäten und gezielte Übungen für die Nacken- und Kiefermuskulatur stärken den gesamten Bewegungsapparat und können Fehlfunktionen entgegenwirken. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und bewusste Körperhaltung sind ebenfalls hilfreich.

Kiefererkrankungen bei verschiedenen Patientengruppen

Kinder, Erwachsene und ältere Menschen sind unterschiedlich häufig und verschieden stark von Kiefererkrankungen betroffen. Bei Kindern ist die Diagnose oft schwieriger, da sie Symptome nicht immer klar benennen können.

Bei älteren Patienten spielen degenerative Veränderungen eine größere Rolle, die durch altersbedingten Knochenabbau oder chronische Entzündungen verstärkt werden. Implantate als Zahnersatz können sowohl Ursache als auch Lösung bei Kieferproblemen sein.

Chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes beeinflussen die Kiefergesundheit ebenfalls. Eine interdisziplinäre Behandlung, die Zahnmedizin, Kieferchirurgie und andere Fachbereiche einschließt, ist hier besonders wichtig.

Wann ist eine Behandlung durch den Kieferchirurgen notwendig?

Eine Überweisung zum Kieferchirurgen erfolgt bei schwerwiegenden Erkrankungen, die operativ behandelt werden müssen. Dazu zählen komplizierte Frakturen, ausgedehnte Arthrosen, Gelenkluxationen oder die Notwendigkeit von Gelenkersatz.

Kieferchirurgen verfügen über spezielle Techniken und Instrumente, die über die zahnärztliche Behandlung hinausgehen. Sie arbeiten oft eng mit anderen Fachärzten zusammen, um eine umfassende Therapie zu gewährleisten.

Die richtige Zeit für eine Überweisung ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden und eine schnelle Genesung zu ermöglichen. Patienten profitieren von einer koordinierten Behandlung und einer individuellen Betreuung.


Ihr kostenloses Infopaket enhält:

  • Zahnersatz-Ratgeber mit Sparinformationen
  • 4 Adressen von Zahnarztpraxen in Ihrer Umgebung
  • Preisbeispiele
  • Häufig gestellte Fragen
Bestens aufgeboben
Bestpreis Garantie
Zahnersatz zum günstigsten Preis!
Hochwertiger Zahnersatz
mit 4 Jahren Garantie!
Marktführer Auslandszahnersatz
mit deutschen Standards!