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29. Dezember 2015 / 0 Kommentare

Behandlung

Zahnseide bei Zahnersatz und noch vorhandenen echten Zähnen

Ob Implantat, Krone oder Brücke – auch festsitzender Zahnersatz braucht eine sorgfältige Pflege und regelmäßige Reinigung. Das gilt besonders dann, wenn neben Zahnersatz noch echte Zähne vorhanden sind, denn bakterielle Plaque kann Karies verursachen und damit gesunde Zähne zerstören. Auch das Zahnfleisch kann sich durch die Bakterien entzünden und so den Halt von Zähnen und Zahnersatz gefährden.

Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, die Zähne täglich zu pflegen, wenn bereits einzelne Zähne ganz oder teilweise ersetzt wurden. Das Material von Kronen und Brücken ist zwar unempfindlich gegenüber Bakterien, dennoch können sich auch auf Zahnersatz bakterielle Ablagerungen bilden, die die gesunden Zähne angreifen und gefährden. Daher gilt auch bei Zahnersatz: Mundhygiene ist wichtig, um möglichst lange möglichst viele Zähne gesund zu erhalten.

Neben der täglichen Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta sollte daher mindestens einmal am Tag Zahnseide verwendet werden, um auch die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume zu erreichen. Zahnseide besteht in der Regel aus Kunststoffen wie Nylon oder Polyethylen, die besonders widerstandsfähig und reißfest sind. Es gibt Zahnseide, die mit einer speziellen Wachsschicht versehen ist, die ein besonders leichtes Gleiten auf der Zahnoberfläche ermöglicht.

Zahnseide richtig verwenden

Es wird ein ausreichend langes Stück (30-45 cm) Zahnseide von der Rolle abgeschnitten und am Zeige- oder Mittelfinger einer Hand locker aufgewickelt. Ein kleines Stück des gegenüberliegenden Endes wird auf dem Zeige- oder Mittelfinger der anderen Hand aufgewickelt, bis zwischen beiden Händen ein ausreichend langes Stück Zahnseide verbleibt, mit dem nun die Zahnzwischenräume gereinigt werden können.

Die Zahnseide soll sanft in den Zahnzwischenraum gleiten und die dortigen Zahnflächen mit einer Zickzackbewegung reinigen. Dann mit der Zahnseide ein „C“ bilden und so den Zahn von unten (Zahnfleisch) nach oben (Zahnkrone) reinigen und von Zahnbelag befreien. Wichtig ist, für jeden Zahn die Zahnseide ein Stück abzuwickeln, um jeweils ein sauberes Stück für die Reinigung zu verwenden.  Die verbrauchte Zahnseide wird von dem Finger der anderen Hand aufgewickelt.

Nach der Verwendung von Zahnseide müssen die Zähne gründlich geputzt und der Mund ausgespült werden.

Gerade bei Menschen, die zum ersten Mal Zahnseide verwenden, kann es bei den ersten Anwendungen zu leichten Blutungen des Zahnfleisches kommen. Die Blutungen treten in der Regel bereits nach wenigen Tagen regelmäßiger Anwendung nicht mehr auf, unterstützend wirken Spülungen mit Kamillentee nach der Zahnpflege.

Es geht auch einfacher

Wem der Umgang und das Hantieren mit Zahnseide zu kompliziert sind, muss dennoch nicht auf eine optimale Mundpflege verzichten. Neben Rollenware gibt es Zahnseide auch in Form von praktischen Sticks (Flossetten), bei denen jeweils ein kleines Stück Zahnseide fest in einem Halter eingespannt ist. Damit lassen sich die Zahnzwischenräume besonders einfach und auch zwischendurch reinigen.

Eine andere Möglichkeit, der Plaque zwischen den Zähnen Herr zu werden, sind Interdentalbürsten. Das sind kleine und sehr dünne Zahnbürsten, die speziell dafür entwickelt wurden, die Zahnzwischenräume zu reinigen. Anders als Zahnseide von der Rolle oder als Stick sind Interdentalbürsten für die mehrfache Verwendung ausgelegt, sie sollten ausgetauscht werden, wenn die Bürsten sichtbar abgenutzt sind.

Der Bürstenkopf ist rund und damit bestens geeignet, auch zwischen den Zähnen Plaque zu entfernen. Allerdings sollten beim Einsatz von Interdentalbürsten keine normale Zahnpasta verwendet werden, da die darin enthaltenen Putzkörper den Zahnschmelz angreifen können. In der Regel ist es ausreichend, wenn nur die Bürste verwendet wird, um die Zähne ausreichend zu reinigen und die Mundgesundheit sicherzustellen.


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