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22. Dezember 2016 / 0 Kommentare

Zahnersatz

Zahnersatz über die Feiertage: Was kann ich machen, wenn an den Feiertagen etwas passiert?

Zahnersatz über die Feiertage – das ist für viele Menschen eine echte Alptraumvorstellung. Nicht nur, dass keiner an den Festtagen gern Zahnschmerzen hat oder feststellen muss, dass etwas mit der Prothese nicht stimmt: Wer Zahnersatz über die Feiertage braucht, sieht sich vielfach zudem mit dem Problem konfrontiert, dass die vertraute Zahnarztpraxis geschlossen ist. Denn auch der fleißigste und gewissenhafteste Zahnarzt feiert an den Festtagen selbst gern mit seiner Familie und bleibt morgens mal ein wenig länger im Bett.

Leider haben Karies, Unfälle und Zahnschmerzen keine Ferien, und daher gibt es für die Patienten auch an Weihnachten, Silvester oder Ostern keine Schonzeit. Und weil es immer vorkommen kann, dass jemand Zahnersatz über die Feiertage braucht, ist auch stets ein Zahnarzt erreichbar – es ist lediglich nicht gesagt, dass es der eigene ist.

Wenn Zahnärzte sich einen oder mehrere freie Tage gönnen und die Praxis schließen, benennen sie in der Regel einen Vertreter. Dessen Nummer und Adresse erfahren Patienten üblicherweise, wenn sie in ihrer Praxis anrufen und sich der Anrufbeantworter meldet. Neben dem persönlichen Vertreter gibt es außerdem den zahnärztlichen Notdienst, der immer und überall zu erreichen ist. Seine Nummer steht dort, wo auch die diensthabende Nachtapotheke und andere medizinische und soziale Notdienste aufgelistet sind – beispielsweise in den regionalen Amts- und Gemeindeblättern, die allen Bürgern kostenlos zur Verfügung stehen.

Zahnunfälle können auch an Feiertagen passieren

Manche Zahnprobleme sind nicht vorhersehbar. So geschehen beispielsweise Zahnunfälle, die in vielen Fällen der Grund sind, warum Zahnersatz über die Feiertage notwendig wird, immer ohne Vorwarnung. Ein beim Spielen oder beim Sport abgebrochener oder ausgeschlagener Zahn lässt sich jedoch unter Umständen noch retten, wenn die Betroffenen schnell handeln.

Der Zahn bzw. das abgebrochene Zahnstück sollte möglichst umgehend gefunden, mit einem sauberen Tuch oder einem Einmalhandschuh aufgenommen und zum Transport in eine Zahnrettungsbox oder einen sauberen Gefrierbeutel mit ein wenig H-Milch gelegt werden (Biomilch ist nicht geeignet).

Der früher weit verbreitete Vorschlag, einen ausgeschlagenen Zahn oder eine Zahnscherbe im Mund zu transportieren, ist heute nicht mehr zeitgemäß: Inzwischen weiß man, dass die Wärme im Mund und die Bakterien im Speichel die Überlebenschancen des Unfallzahnes eher verschlechtern als verbessern. Außerdem steigt dadurch das Risiko, sich noch weitere Verletzungen im Mund zuzufügen oder den Zahn im schlimmsten Fall zu verschlucken. Dann ist er verloren – denn bis er wieder zum Vorschein kommt, vergeht eine lange Zeit, nach der ein Zahn sich nicht mehr an seiner früheren Stelle einsetzen lässt.

Das Wichtigste ist, nach einem Zahnunfall sofort den Zahnarzt aufzusuchen – oder eben den Notdienst anzurufen, falls der Unfall an den Feiertagen passiert ist. Denn eine Zahnlücke sollte idealerweise sofort verschlossen werden. In vielen Fällen ist es möglich, sofort ein Provisorium anstelle der ausgeschlagenen Zahnwurzel einzusetzen, das nach den Feiertagen in der vertrauten Zahnarztpraxis durch bleibenden Zahnersatz ersetzt werden kann.

Zahnbehandlungen nicht aufschieben, aber umsichtig planen

Zahnschmerzen an Weihnachten sind nicht schön, aber auch nicht selten. Denn nicht wenige Patienten schieben fällige Zahnbehandlungen gern immer weiter vor sich her – teils aus Angst vor dem Zahnarzt oder vor den hohen Zahnersatzkosten. Und dann wird plötzlich Zahnersatz über die Feiertage fällig – etwa weil das viele und oft auch sehr zuckerhaltige Essen in der Weihnachtszeit bereits vorhandene Zahnschäden schlagartig verschlimmert hat.

Wer eine Zahnbehandlung  plant oder weiß, dass sich die fällige Sanierung nicht mehr länger hinausschieben lässt, tut gut daran, noch vor Weihnachten damit zu beginnen. Jeder Versicherte sollte ohnehin einmal pro Jahr zum Zahnarzt gehen, um in den Genuss der kostenlosen Patientenberatung, Zahnsteinentfernung und Vorsorgeuntersuchung zu kommen. Das jetzt noch zu erledigen, lohnt sich sogar zweifach – denn die Untersuchung und Patientenberatung werden im Bonusheft dokumentiert. Und wenn das lückenlos und regelmäßig geführt wird, kann der Besitzer sich im Ernstfall über einen höheren Festzuschuss seiner Krankenkasse für den Zahnersatz freuen.


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