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05. Oktober 2015 / 0 Kommentare

Zahnersatz

Zahnersatz mit Schraubverschluss

Gibt es Zahnersatz zum Einschrauben?

Wenn ein Zahn nicht mehr erhalten werden kann, muss die Lücke mit Zahnersatz versorgt werden. Zum Schließen kleiner und großer Zahnlücken kommen feste Zahnbrücken, herausnehmbare Zahnprothesen oder Implantate in Frage. Implantatversorgungen zählen nicht zu den Kassenleistungen, werden jedoch trotzdem für immer mehr Zahnersatzpatienten attraktiv. Denn sie stellen eine besonders zahn- und kieferschonende, naturidentische und ästhetische Art des Zahnersatzes dar und können außerdem ein Leben lang halten.

Wenn von Zahnersatz mit Schraubverschluss oder Ersatzzähnen zum Einschrauben die Rede ist, können Sie davon ausgehen, dass Implantate bzw. implantatgetragener Zahnersatz gemeint sind. Spezielle Schraubimplantate bestehen aus einer Schraube, die in den Kieferknochen geschraubt wird, einem Verbindungsstück und der Implantatkrone. Denn das eigentliche Implantat ist noch kein kompletter Zahnersatz, sondern lediglich eine künstliche Zahnwurzel, an der die künstliche Zahnkrone oder eine andere Suprakonstruktion (z. B. eine Brücke oder Prothese) als Zahnersatz befestigt wird.

Aus welchem Material ist ein Zahnimplantat zum Einschrauben?

Implantate mit Schraubgewinde gibt es in Zylinder- oder Kegelform. Die Schraube, die der Zahnarzt an Stelle der verlorengegangenen eigenen Zahnwurzel in den Kieferknochen dreht, ist in den allermeisten Fällen aus Titan. Dieses Metall ist allergiefrei und wird daher vom Körper sehr gut vertragen. Mittlerweile sind auch die ersten Keramikimplantate auf dem Markt, doch Titan ist der Standard und hat sich auch bestens bewährt.

In die eingeschraubte Titanwurzel wird das Verbindungsstück gesteckt, das später den sichtbaren Zahnersatz tragen wird. Das Verbindungsteil kann ebenfalls aus Titan oder aus zahnfarbener Keramik bestehen. Und darauf kommt dann eine Zahnkrone, die entweder aus Vollkeramik oder aus einem metallischen Kern besteht, auf den eine zahnfarbene Teil- oder Vollverblendung aufgebracht werden kann. Keramische Verblendungen sind bei hochwertigem Zahnersatz im sichtbaren Bereich mittlerweile Standard. Kunststoffverblendungen finden sich eher auf provisorischem Zahnersatz.

Wie funktioniert das Einschrauben des Implantats?

Auch sogenannter Zahnersatz mit Schraubverschluss wird nicht über Nacht realisiert. Bei der ersten Behandlungssitzung bohrt der Zahnarzt unter örtlicher Betäubung ein Loch im Kieferknochen und schraubt die künstliche Wurzel ein. Anschließend wird die Mundschleimhaut an der Stelle wieder zugenäht. Es dauert einige Monate, bis die Schraube fest mit dem Knochen verwachsen ist. Erst nach dieser Einheilphase werden das Verbindungsstück und der Zahnersatz befestigt.

Einen schnelleren Behandlungsablauf versprechen sogenannte Sofortimplantate. Hier ist die Belastung des künstlichen Zahns schon nach zwei bis drei Wochen möglich. Bisher hat diese Methode sehr gut funktioniert und schon viele Zahnärzte und Patienten überzeugt. Weil Sofortimplantate in der modernen Prothetik und Implantologie vergleichsweise neu sind, gibt es allerdings noch keine Langzeitstudien über deren Haltbarkeit.


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