Themenwelt

2 Kommentare

Wissenswertes , Zahnersatz , Behandlung

Wie lange muss ich auf meinen neuen Zahnersatz warten?

Wer Zahnersatz benötigt, will natürlich nicht lange darauf warten müssen. Doch wie viel Zeit tatsächlich vergeht, bis der neue Zahnersatz getragen werden kann, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört unter anderem der aktuelle Zahn- und Kieferstatus sowie die Art und Ausführung des benötigten Zahnersatzes.

In vielen Fällen kann der neue Zahnersatz direkt nach der Fertigstellung eingesetzt, getragen und ganz normal belastet werden. Er muss dazu nur vom Dentallabor zurück in die Zahnarztpraxis gesendet und dort dem Patienten angepasst werden. Die Fertigungszeit im Ausland ist vergleichbar mit einer Fertigung in Deutschland. Hinzu kommt lediglich der Versandweg von 1-2 Werktagen. Allerdings müssen zu diesem Zeitpunkt auch die Bedingungen im Mund des Patienten optimal sein.

Das wichtigste Maß bleibt der Mensch

Wie lange ein Mensch auf seinen neuen Zahnersatz warten muss, hängt letztlich davon ab, wann der Kiefer bereit für die künstlichen Zähne ist. So brauchen beispielsweise Implantate eine gewisse Zeit zum Einheilen, bevor sie stabil genug im Kieferknochen eingewachsen sind, um die Suprakonstruktion (den implantatgetragenen Zahnersatz) tragen zu können. Diese Phase der Einheilung beträgt je nach Ausgangssituation, geplanter Versorgung und Behandlungsumfang von einigen Wochen bis zu einem Dreivierteljahr.

Die Wartezeit kann sich auch verlängern, wenn veränderliche oder entzündliche Prozesse im Zahn, Zahnfleisch oder Kieferknochen noch nicht sicher zur Ruhe gekommen sind. Das ist beispielsweise nach einer Wurzelbehandlung häufig der Fall. Bevor der behandelte Zahn nicht sicher entzündungs- und beschwerdefrei ist, wird der Zahnarzt die endgültige Krone noch nicht aufsetzen, sondern den Zahn mit einem Provisorium schützen, später nachkontrollieren und den Heilungsprozess abwarten.

Grundsätzlich gilt: Je aufwendiger die Zahnersatzherstellung, desto länger dauert es, bis der Zahnersatz fertig ist. Aufwendiger wird die Herstellung beispielsweise durch die Verwendung mehrerer Materialien, die auch Wartezeiten nötig machen kann – etwa wenn eine Unterkonstruktion aus Metall mit mehreren Keramikschichten nach und nach von Hand in Zahnfarben verblendet wird.

Auch komplexe Aufbauten, zum Beispiel für eine Teilprothese oder eine implantatgetragene Vollprothese, erfordern viele Arbeitsschritte. Dagegen können ein einfaches Inlay oder eine Vollgusskrone vielfach in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt werden. Manchmal nimmt der Zahnarzt vor dem definitiven Eingliedern des neuen Zahnersatzes noch kleinere Anpassungen vor, damit alles perfekt sitzt.

Und dann sind da noch die Formalitäten

Das Warten auf den neuen Zahnersatz fängt genaugenommen für den Patienten schon an, bevor der Zahnarzt die Bestellung ans Dentallabor aufgibt. Denn zuerst muss die gesamte Zahnersatzbehandlung geplant und mit der Krankenkasse abgestimmt werden. Dazu erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan, in dem alle nötigen Behandlungsschritte mit Zahnarzthonoraren sowie der erforderliche Zahnersatz mit den voraussichtlichen Material- und Laborkosten vermerkt werden.

Viele Patienten lassen für ihren Befund gleich zwei oder mehrere Heil- und Kostenpläne von verschiedenen Zahnärzten erstellen, um die Empfehlungen und Preise zu vergleichen. Ist die Entscheidung für eine Behandlung getroffen, wird der entsprechende Kostenplan an die Krankenkasse gesendet. Erst nach deren Rückmeldung kann die Behandlung beginnen – es sei denn, es läge ein Notfall vor.

Auch wenn Sie sich für Zahnersatz von der MDH AG entscheiden, brauchen Sie einen Heil- und Kostenplan. Gern senden wir Ihnen oder Ihrem Zahnarzt rasch und unverbindlich einen Kostenvoranschlag für Ihre individuelle bzw. empfohlene Versorgung zu. Daraus können Sie ersehen, wie groß der Preisvorteil für Sie wäre. Sie können mit einer Einsparungen von bis zu 80 Prozent bei den Laborkosten rechnen – und die stellen in der Regel den größten Posten auf dem Heil- und Kostenplan dar.

Modernste Zahntechnik erlaubt die schnelle Fertigung von High-Tech-Zahnersatz

Moderne Verfahren wie Cerec oder CAD/CAM ermöglichen heute die rasche und äußerst präzise Herstellung von Zahnersatz mit Hilfe spezieller Computerprogramme und intelligenter Fertigungsmaschinen. So erlaubt die Cerec-Technologie das Fertigen von passgenauem, maßgefertigtem Zahnersatz aus Keramik in teils weniger als einer Stunde. Cerec wird vor allem für hochwertige Inlays und Überkronungen eingesetzt.

Die enorme Zeitersparnis kommt vor allem daher, dass für solche computerunterstützten Fertigungstechniken kein herkömmlicher Gebissabdruck mehr erstellt wird. Stattdessen wird der Kiefer digital gescannt. Die so ermittelten individuellen Patientendaten ergeben ein dreidimensionales Bild des benötigten Zahnersatzes, das dann direkt per Funk oder via Internet an die entsprechende Fräsmaschine übermittelt werden kann.


Neuer Kommentar

2 Kommentare

Guenter Neber
Heilplan

wer erstellt den Heilplan?

DIE 32
Heilplan

Sehr geehrter Herr Neber,

 

der Heil- und Kostenplan (kurz HKP) wird immer vom behandelnden Zahnarzt erstellt. Detaillierte Informationen vorab finden Sie im Internet auf den Seiten der Kassenärtzlichen Bundesvereinigung unter www.kzbv.de/heil-und-kostenplan.38.de.html.

 

Viele Grüße

Um unsere Internetseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK!