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18. Juli 2016 / 1 Kommentare

Wissenswertes, Gesundheit

Wie bekomme ich meine Zähne wieder weiß?

Ein strahlendes Lächeln mit blendend weißen Zähnen, dieses Schönheitsideal gilt unabhängig von Kultur, Geschlecht oder Alter. Leider reicht es jedoch nicht aus, die Zähne zweimal täglich zu reinigen und regelmäßig zur Kontrolle beim Zahnarzt vorstellig zu werden. Denn trotzdem können sich Zähne im Laufe der Zeit verfärben, aufgrund von färbenden Nahrungsmitteln, Rauchen oder der Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Daher müssen die möglichen Ursachen für Verfärbungen an den Zähnen zunächst durch einen Zahnarzt untersucht werden. Dort kann genau festgestellt werden, ob es sich um äußere Zahnverfärbungen handelt, bei denen sich färbende Materialien in der Zahnoberfläche einlagern, oder ob die sichtbaren Farbveränderungen vom Zahnschmelz oder Zahnbein ausgehen, also von innen kommen.

Kinder reagieren beispielsweise häufiger auf bestimmte Antibiotika, die Folge sind graue oder gelbe Milchzähne. Zahnunfälle, Karies, abgestorbene Zahnnerven oder Wurzelbehandlungen können bei Erwachsenen dafür sorgen, dass sich Zähne verfärben, und auch das Alter hinterlässt in der Zahnfarbe im Laufe der Jahre sichtbare Spuren.

Warum werden Zähne gelb?

Sind mögliche Ursachen für intrinsische Zahnverfärbungen auszuschließen, liegt eine äußere Verfärbung vor. Diese entstehen durch färbende Ablagerungen auf der Oberfläche der Zähne, für die vor allem folgende Ursachen in Frage kommen:

  • Tabakrauch
  • Kaffee
  • schwarzer Tee
  • Rotwein
  • färbende Früchte und Gemüse
  • Gewürze wie Kurkuma oder Safran
  • bakterielle Zahnbeläge

Die färbenden Stoffe wirken dabei so stark, dass auch regelmäßiges Zähneputzen alleine nicht mehr ausreicht, um den Zähnen ihre ehemals weiße Farbe wiederzugeben. Zwar werden durch das Putzen Bakterien im Mund und auf dem Zahnschmelz entfernt, was für die Mundgesundheit von entscheidender Bedeutung ist, doch die färbenden Substanzen können sich dennoch im Zahnschmelz einlagern und durch mikrofeine Risse in der Zahnoberfläche auch in tiefere Bereiche eindringen, wo sie durch die mechanische Reinigung alleine nicht mehr zu entfernen sind.

Ist dieses der Fall, müssen wirksamere Methoden angewendet werden, um den Verfärbungen Herr zu werden. Dabei kursieren insbesondere im Internet zahlreiche Hausmittel, die mit geringem Aufwand und einfachen Mitteln wieder für ein strahlend weißes Lächeln sorgen sollen, indem die Zähne mit den folgenden Zutaten anstelle von Zahnpasta geputzt werden:

  • Backpulver oder reines Natron
  • zerdrückte Erdbeeren
  • Kochsalz
  • Zitronensaft

Grundsätzlich ist von solchen Hausmitteln abzuraten, denn ihre Wirkung basiert entweder darauf, dass die Oberfläche der Zähne mechanisch geschliffen wird, etwa durch das kristalline Kochsalz, die Zahnsubstanz durch eine aggressive Bleiche aufgehellt werden soll oder eine Kombination aus beidem angewendet wird.

Zwar wirkt beispielsweise Wasserstoffperoxid bleichend (aus diesem Grund ist es etwa in Blondierungscremes für Haare enthalten), doch gleichzeitig kann es das Zahnfleisch und auch gesunde Zähne schädigen. Auch Zitronensaft hat aufgrund der enthaltenen Säure eine bleichende Wirkung, allerdings greift die Säure eben auch den Zahnschmelz an, raut ihn auf und kann so das Eindringen neuer Verfärbungen beschleunigen.

Relativ wirkungslos, dafür jedoch auch vergleichsweise ungefährlich sind spezielle Zahncremes, die mit einem Weiß-Effekt werben. Früher wurden in diesen oft auch als Raucherzahnweiß angepriesenen Zahnpasten Reinigungspartikel zugesetzt, die oberflächliche Verfärbungen mechanisch entfernen sollten, allerdings sind diese fast komplett vom Markt verschwunden, da die außer einer Schädigung des Zahnschmelzes keine langfristige Wirkung aufweisen.

Was hilft nun wirklich gegen Zahnverfärbungen?

Um verfärbte Zähne wieder weißer zu machen, sollten Sie besser Ihren Zahnarzt aufsuchen und sich dort ausgiebig über die Möglichkeiten eines Bleachings (englisch für Bleichen) informieren. Auch hierbei werden aggressive Chemikalien eingesetzt, die jedoch vom Zahnarzt exakt aufgetragen und dosiert werden und deren Wirkung durch eine zusätzliche Bestrahlung mit einer energiereichen Lichtquelle verstärkt wird.

Als Bleichmittel kommt auch beim Zahnarzt Wasserstoffperoxid zum Einsatz, das direkt auf die verfärbten Zähne aufgetragen wird. Zahnfleisch und möglicherweise freiliegende Zahnhälse werden zuvor abgedeckt, damit sie nicht in Kontakt mit dem Bleichmittel gelangen können. Nach der Behandlung ist der Zahnschmelz bis zu 48 Stunden später noch sehr empfindlich gegenüber Verfärbungen, daher versiegelt der Zahnarzt die Oberflächen nach dem Bleichen mit einem Fluoridgel, das den Zahnschmelz remineralisiert und stärkt.

Veneers bringen das strahlende Lächeln zurück

Allerdings lassen sich damit nur natürliche Zähne bleichen. KronenBrücken oder Füllungen aus Kunststoff lassen sich damit farblich nicht verändern. Veneers (englisch für Furnier) sind sehr dünne, lichtdurchlässige Kunststoff-Keramikschalen für die Zahnoberfläche. Diese Verblendschalen werden mit einem speziellen Klebstoff aufgeklebt und lassen sich optisch nicht von echtem Zahnschmelz unterscheiden.

Sie werden sowohl bei Verfärbungen, aber auch bei anderen optischen Unzulänglichkeiten wie Zahnlücken oder abgeplatzten Ecken von Schneidezähnen eingesetzt. Eine Behandlung mit Veneers setzt zunächst eine ausführliche Untersuchung und Beratung durch den Zahnarzt voraus, in dem der Patient über mögliche Risiken, Kosten und die Behandlung aufgeklärt wird.

Im nächsten Schritt müssen die betroffenen Zähne präpariert werden: Da die Veneers auf die Zahnoberfläche geklebt werden, müssen die Zähne zunächst leicht beschliffen werden, hierbei wird nur 03-1,0 mm des Zahnschmelzes entfernt. Im Anschluss macht der Zahnarzt einen Abdruck des Gebisses, der dem Zahnlabor als Vorlage für die Anfertigung der Veneers dient. Diese werden individuell für jeden Patienten hergestellt und dabei auch farblich so gestaltet, wie es dem Wunsch des Patienten entspricht.

Sind die Veneers fertig, können sie vom Zahnarzt eingesetzt werden. Mit einem speziellen Klebstoff werden sie direkt auf die präparierten Zahnoberflächen geklebt und so dauerhaft mit den Trägerzähnen verbunden. Durch eine Bestrahlung mit UV-Licht härtet der Klebstoff vollständig aus, die Zähne sind danach wie bisher belastbar und sehen, je nach individueller Farbwahl, wieder strahlend weiß aus.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Leider stellen sowohl professionelles Bleaching beim Zahnarzt wie auch Veneers kosmetische Zahnbehandlungen dar, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen werden. Sie müssen diese Kosten also in voller Höhe aus eigener Tasche finanzieren, lediglich einige private Krankenversicherungen oder private Zusatzversicherungen übernehmen die Behandlungskosten anteilig oder vollständig.

Erkundigen Sie sich daher am besten im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse, ob eine Kostenübernahme möglich ist und in welcher Höhe. Fragen Sie zudem Ihren Zahnarzt nach den erwarteten Gesamtkosten und entscheiden Sie erst danach, ob Sie sich für eine solche Behandlung entscheiden. Für ein professionelles Zahnbleaching müssen Sie mit Kosten ab 300 Euro aufwärts pro Behandlung rechnen. Wenn Sie sich für Veneers der MDH AG entscheiden sind diese bis zu 80% günstiger als in einem deutschen Labor.


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1 Kommentare

elena david /

21. März 2017

Ich finde die Propaganda für Bleaching nicht richtig, weil es wirklich nicht unschädlich für die Zähne ist. Ich habe wegen solcher Artikel Probleme meiner Tochter davon abzuraten! Ich probiere schon lange Sachen aus für weißere Zähne und es gibt Zahnpastas, die gegen lästige Belege und Plague sehr Wirksam sind und Zähne etwas weißer bekommen.

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