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Zahnersatz , Behandlung

Wer zahlt Zahnersatz bei Grundsicherung?

Wer nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, hat in Deutschland Anspruch auf die gesetzliche Grundsicherung. Diese ist unterteilt in die Sozialhilfe gemäß SGB XII und die Grundsicherung für Arbeitsuchende gemäß SGB II, die jeweils aus Steuergeldern finanziert werden. Wer die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, erhält Leistungen der Sozialhilfe (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Hilfe zum Lebensunterhalt), Arbeitslosengeld II (bekannter als Hartz IV) oder Sozialgeld und kann somit sich und seine Familie finanziell absichern. Aufgrund der niedrigen Höhe der Grundsicherung sind die Empfänger jedoch nicht in der Lage, höhere finanzielle Belastungen zu tragen.

Solche Belastungen können beispielsweise die Kosten für Krankheiten oder medizinische Behandlungen sein. So erhalten gesetzlich Versicherte etwa bei Zahnbehandlungen seit der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2005 einen Festzuschuss für Zahnersatz, der sich an den Kosten für die befundbezogene Regelversorgung ausrichtet und jedes Jahr neu berechnet wird. Die Höhe des Festzuschusses beläuft sich bei jedem Versicherten auf 50 Prozent der Kosten für die Regelversorgung. Die Krankenkasse übernimmt also, wenn Zahnersatz benötigt wird, die Hälfte der entsprechenden Behandlungs- und Laborkosten, während die andere Hälfte vom Patienten privat aufgebracht werden muss.

Da dieser Eigenanteil für Empfänger von Grundsicherung eine unzumutbare finanzielle Härte darstellt, hat der Gesetzgeber entschieden, dass auf Antrag eine Härtefallregelung zur Anwendung kommen kann. Wenn das monatliche Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet, gilt der Betroffene als Härtefall und erhält dann den doppelten Zuschuss von der Krankenkasse. Die Regelversorgung ist damit für diese Personengruppe kostenlos. Allerdings bedeutet Zahnersatz bei Grundsicherung eben auch, dass nur die Regelversorgung übernommen wird. Wer eine höherwertige Versorgung wünscht, muss die Mehrkosten komplett alleine tragen.

Übrigens gilt die Härtefallregelung nicht nur bei Empfängern von Leistungen der Grundsicherung, sondern generell bei allen Geringverdienern. Wer im Jahr 2018 als Alleinstehender im Monat nicht mehr als 1.218 Euro verdient, gilt als finanzieller Härtefall und hat Anspruch auf den doppelten Festzuschuss. Zudem gibt es die Möglichkeit, bei einem geringfügig höheren Einkommen den Festzuschuss der Krankenkasse zu erhöhen. In diesem Fall gibt es zwar nicht den vollen Zuschuss, doch zumindest einen höheren als bei Normalverdienern.

Ohne Antrag kein Zuschuss

Ob Empfänger von Leistungen der Grundsicherung oder Geringverdiener: Wer den höheren Festzuschuss der Krankenkasse erhalten möchte, muss die Regeln kennen und beachten. Der Zahnarzt legt gemeinsam mit dem Patienten die Behandlung und deren einzelne Maßnahmen fest und ist auch verpflichtet, den Patienten über die Regelversorgung zu informieren. Wer keine höherwertige Versorgung wünscht oder sich die Kosten dafür schlicht nicht leisten kann, muss mit der (unter medizinischen Gesichtspunkten ausreichenden) Regelversorgung vorlieb nehmen, die dann im Heil- und Kostenplan dokumentiert wird.

Der Heil- und Kostenplan muss dann zeitnah vom Patienten bei seiner Krankenkasse zur Prüfung und Freigabe eingereicht werden. Zusätzlich muss parallel dazu ein Antrag auf die zusätzliche Kostenübernahme gestellt und begründet werden. Beides wird von der Krankenkasse geprüft und bei Vorliegen der entsprechenden Nachweise und Voraussetzungen freigegeben. Erst dann, also wenn der von der Krankenkasse freigegebene Heil- und Kostenplan und der bewilligte Kostenübernahmeantrag vorliegen, kann die Behandlung beginnen.

Wer schon vorher mit der Behandlung beginnt, riskiert, dass die Krankenkasse nicht die gesamten Kosten übernimmt. Ist eine Verzögerung der Behandlung aus medizinischen Gründen nicht möglich, sollte der Zahnarzt dies der Krankenkasse mitteilen, um die Bearbeitung zu beschleunigen. 

Keine Erstattung der Kosten für höherwertigen Zahnersatz

Die Regelversorgung stellt eine medizinisch notwendige, wirtschaftliche und voll anerkannte Versorgung mit Zahnersatz dar. Sie richtet sich nach dem jeweiligen Befund des Zahnarztes und stellt die natürliche Funktion wieder her. Konkret bedeutet das, dass etwa eine Zahnlücke in einer geschlossenen Zahnreihe durch eine Brückenkonstruktion geschlossen oder bei größeren Freiendsituationen eine Klammerteilprothese eingesetzt wird, die die Kau- und Sprechfunktion wieder herstellt.

Aus Patientensicht stellt die Regelversorgung allerdings nicht immer das gewünschte Ideal dar, etwa weil ästhetische Aspekte (zahnfarbene Verblendung von Kronen oder Brücken) nur im sichtbaren Zahnbereich berücksichtigt werden. Wer sich aber statt einer Vollgusskrone aus Nichtedelmetall eine Vollkeramikkrone in natürlicher zahnfarbener Optik wünscht, muss die Mehrkosten für Material und Labor als Zuzahlung privat aufbringen. 

Besser versorgt und Kosten gespart mit günstigem Zahnersatz aus dem Ausland

Allerdings steht es auch Beziehern von Leistungen zu Grundsicherung grundsätzlich frei, eine höherwertige Versorgung zu wählen, da die Festzuschüsse nicht an eine bestimmte Versorgung gebunden sind. Um die Kosten für eine solche höherwertige Versorgung zu reduzieren, können Patienten ihren Zahnersatz günstig im Ausland anfertigen und dann von ihrem deutschen Zahnarzt einsetzen lassen. Hierdurch lassen sich bis zu 80 Prozent der Labor- und Materialkosten einsparen, ohne bei der Qualität, Haltbarkeit oder dem Sitz des Zahnersatzes Kompromisse einzugehen.

Die MDH AG ist seit Jahren Marktführer im Bereich Qualitätszahnersatz aus China. Aufgrund der erheblich geringeren Lohn- und Strukturkosten in China und der modernen technischen Ausstattung des großen Zahntechniklabors in Shenzhen ist es dort möglich, Zahnersatz nach deutschen Qualitätsstandards zu deutlich geringeren Kosten herzustellen. Unter der Leitung von deutschen Zahntechnikmeistern wird dort ausschließlich mit solchen Materialien gearbeitet, die auch in einem deutschen Labor verwendet werden und die den strengen Anforderungen des Medizinproduktegesetzes entsprechen.


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