Themenwelt

20. Januar 2015 / 2 Kommentare

Zahnersatz , Wissenswertes

Welche Arten von Zahnprothesen gibt es?

Um verschiedene Arten von Zahnprothesen zu unterscheiden, muss der Begriff „Zahnprothese“ zuerst einmal definiert werden. Laut Duden ist eine Zahnprothese schlicht und einfach herausnehmbarer Zahnersatz. In medizinischen Nachschlagewerken findet sich häufig noch die Ergänzung, dass Zahnprothesen zur Versorgung von Zahnlücken verwendet werden, mit ihren Sätteln auf dem Zahnfleisch bzw. der Mundschleimhaut aufliegen und mit dem restlichen Gebiss in Kontakt stehen.

Nach der gängigen Definition gehören also Zahnbrücken, Teilprothesen und Vollprothesen zu den Zahnprothesen. Damit lassen sich kleine und größere Lücken im Gebiss schließen. Die Machart und die Form der Prothese sind abhängig von Anzahl und Position der fehlenden Zähne – und natürlich vom Zustand des Restgebisses, vor allem von der Tragfähigkeit der Pfeilerzähne, an denen die Zahnprothese befestigt werden muss. Sind keine Pfeilerzähne mehr vorhanden, wird der zahnlose Kiefer mit einer Vollprothese oder Totalprothese versorgt.

Eine klassische Zahnbrücke ersetzt einen oder mehrere nebeneinanderliegende Zähne. Eine Teilprothese kann so gearbeitet werden, dass sie mehrere Zähne sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite eines Kiefers ersetzt. Verbindungselemente aus unterschiedlichen Materialien kommen zum Einsatz, um solche Teilprothesen zu stabilisieren. Die Verbinder führen bei Oberkiefer-Teilprothesen über den Gaumen und bei geteilten Unterkieferprothesen unter der Zunge hindurch.

Häufige Probleme mit herkömmlichen Zahnprothesen

Herausnehmbarer Zahnersatz muss auch bei stärkeren Belastungen richtig sitzen, sicher halten und ausreichend Tragekomfort bieten, sich also weitestgehend natürlich anfühlen. Der sichere Prothesenhalt ist dabei das Hauptproblem, gefolgt von Reizungen, Druckstellen und anderen Beschwerden im Mund, Beeinträchtigungen des Allgemeinbefindens und ästhetischen Problemen (Unzufriedenheit mit Aussehen/Sichtbarkeit der Prothese).

Werden die künstlichen Zähne an Nachbarzähnen befestigt, bedeutet das für diese Pfeiler zusätzliche Belastungen, abhängig von der Art der Befestigung. So schädigen die Halteklammern herkömmlicher Klammerprothesen auf Dauer sowohl den Zahnschmelz als auch das Zahnfleisch. Soll die Zahnprothese hingegen an speziellen Mehrfachkronen (sog. Teleskopkronen) halten, müssen in der Regel auf jeder Seite der Zahnlücke mehrere Pfeilerzähne präpariert (vom Zahnarzt beschliffen) werden. Dabei geht wertvolle Zahnsubstanz verloren.

Gut gemachte Oberkiefer-Vollprothesen sitzen durch den starken Ansaugdruck auf der großen Gaumenfläche sehr sicher. Unterkiefer-Vollprothesen neigen hingegen eher zum Verrutschen, da Zahnfleisch und Kieferkämme wesentlich weniger Auflagefläche bieten. Durch die Zungen- und Wangenbewegungen entstehen zudem Hebelkräfte, die auf die Unterkieferprothese einwirken, so dass selbst das beste klassische Modell nicht hundertprozentig sicher vor einer plötzlichen Lockerung ist.

Eine anfänglich perfekt sitzende Zahnprothese kann überdies mit der Zeit ihren Halt verlieren, weil sich Mundhöhle und Kiefer des Menschen ständig verändern. Der Abbau von Zahnfleisch oder das Zurückziehen des Kieferknochens (Knochenschwund) verändern die Auflageflächen, so dass die Prothese nicht mehr richtig dazu passt. Haftcreme ist dabei keine Dauerlösung: Lockere Prothesen müssen unterfüttert, also von Zahnarzt und Zahntechniker neu angepasst werden. Dazu sind neue Gebissabdrücke erforderlich.

Implantatgestützte Zahnprothesen sitzen immer fest

Mit Zahnimplantaten, also künstlichen Zahnwurzeln, lassen sich Lücken im Gebiss ganz direkt und daher besonders natürlich und schonend mit Zahnersatz versorgen. Eine implantatgestützte  Zahnprothese wird nicht an anderen Zähnen oder auf der Mundschleimhaut befestigt, sondern im Kieferknochen – wie zuvor die echten Zähne.

Zahnersatz auf Implantaten kann dauerhaft oder herausnehmbar sein – je nach Befund, zahnärztlicher Empfehlung und Bauart. Da implantatgetragene Zahnprothesen beim Tragen immer absolut sicher sitzen und weder wackeln noch verrutschen können, werden sie auch als fester herausnehmbarer Zahnersatz bezeichnet.

Implantatgestützter Zahnersatz fühlt sich natürlich an und fügt sich auch optisch ganz natürlich ins Gebiss ein. Selbst bei genauem Hinsehen ist er nicht als Zahnersatz zu erkennen; zudem kann er weiteren Zahnfleisch- oder Knochenschwund verhindern. Voraussetzung ist lediglich, dass genug Knochensubstanz zum Verankern der künstlichen Zahnwurzeln vorhanden ist. Ist dies zu Beginn der Behandlung nicht der Fall, kann der Zahnarzt verschiedene Methoden zum Knochenaufbau vorschlagen.

Finanzierung von Zahnimplantaten und implantatgestützten Zahnprothesen

Da Zahnimplantate nicht zur Regelversorgung der Krankenkasse gehören, schlagen sie für den Patienten mit einem höheren Eigenanteil zu Buche. Um bei den höheren Fertigungskosten zu sparen, empfiehlt sich die Auslandsfertigung. Damit werden auch diese hochwertigsten Zahnprothesen für Normalverdiener bezahlbar – damit die ästhetischste und optimal verträgliche Versorgung für den Patienten keine reine Kostenfrage ist.

Die MDH AG bietet nahezu jede Art von Zahnersatz aus dem Ausland an – von der klassischen Zahnbrücke über moderne Teleskop- und Geschiebebrücken bis hin zu Teil- und Totalprothesen mit oder ohne Zahnimplantate. Wichtig ist nur, vorher einen Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt erstellen zu lassen oder sich aus mehreren Heil- und Kostenplänen den am besten geeigneten auszusuchen.

Der Zahnarzt in Deutschland formt dann das Gebiss ab und leitet die Patientendaten via Internet oder Fax ohne Zeitverzögerung an das deutsch geführte MDH-Partnerlabor in China weiter. Dort wird die Zahnprothese in bewährter Handarbeit oder mit CAD/CAM-Technologie hergestellt und anschließend zur Anpassung zurück in die deutsche Praxis gesendet. MDH-Zahnersatz ist TÜV-zertifiziert, kommt mit lückenlosem Material- und Herkunftsnachweis  und entspricht dem deutschen Medizinproduktegesetz. Auf jedes Stück gibt es zudem eine verlängerte Garantie von vier Jahren.


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2 Kommentare

Böttcher /

07. September 2017

Schmerzen

Ich habe mir ein Zahnprothese anfertigen lassen Unterkiefer ,Befestigung mit zwei Klammern .Habe Schmerzen bei der Unterkiefer Auflage ,eine Benutzung bereitet mir nur Schmerzen.

DIE32 /

08. September 2017

Schmerzen

Guten Tag,

Reklamationen oder Probleme, die Sie mit Ihrem Zahnersatz haben, müssen Sie bitte mit Ihrem Behandler besprechen. Ihr Zahnarzt ist der Auftraggeber und wendet sich dann an das entsprechende Dentallabor, das den Zahnersatz gefertigt hat. Nur er kann Ihre individuelle Mundsituation beurteilen und eine Empfehlung aussprechen. Daher ist es wichtig immer zuerst mit der Praxis zu sprechen. Wenn das Gespräch mit Ihrem Zahnarzt nicht geholfen hat, ist Ihre Krankenkasse sicherlich der richtige Ansprechpartner für Sie und kann Ihnen gegebenenfalls einen Gutachter vermitteln, der sich den Zahnersatz ansieht.

Beste Grüße

Ihr Team von DIE32

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