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Wissenswertes , Zahnersatz

Was zahle ich als Student oder Schüler für Zahnersatz?

Schüler und Studenten verfügen in der Regel über kein oder nur ein geringes monatliches Einkommen. Daher sind Schüler über die Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen der Familienversicherung kostenlos mitversichert. Das kann so bleiben, solange sie die Erstausbildung noch nicht abgeschlossen haben und dann selber krankenversicherungspflichtig werden und solange sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Da unter die Erstausbildung auch ein Studium fällt, können Studenten ebenfalls in der Familienversicherung bleiben – allerdings nur bis zum Erreichen des 25. Lebensjahres. Danach können Studenten in einen kostengünstigen Tarif bei einer gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.

Zahnersatz als Schüler

Schüler ohne eigenes Einkommen fallen unter die Härtefallregelung, das bedeutet, dass die gesetzlichen Zuschüsse der Krankenkasse verdoppelt werden. So ist die Regelversorgung für Schüler kostenlos. Allerdings müssen Kosten für eine Zahnbehandlung, die über die Regelversorgung hinausgeht, vom Versicherten (oder seinen Eltern) getragen werden. Es kann sich aber lohnen, dies im Einzelfall mit der Krankenversicherung zu besprechen, da bei Schülern bisweilen auf Kulanzbasis auch zusätzliche Kosten für den Zahnersatz übernommen werden.

Wichtig ist ein lückenlos gefülltes Bonusheft, mit dem die gesetzlichen Zuschüsse um mehrere Prozentpunkte erhöht werden können. Schüler bis zum 18. Lebensjahr müssen dafür zweimal im Jahr zum Zahnarzt, danach reicht ein Besuch pro Jahr, um den vollen Zuschuss zu erhalten. Das Bonusheft ist nicht Voraussetzung für Zahnersatz oder die entsprechende Zahnbehandlung, doch soll es Versicherte zu mehr Eigenverantwortung und Teilnahme an den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen anregen. Wer es verliert oder verlegt, kann beim Zahnarzt jederzeit ein neues bekommen, in dem der Arzt auch gern die vergangenen Untersuchungstermine nachträgt.

Zahnersatz als Student

Wer als Student Leistungen nach BAföG erhält, gilt ebenfalls als Härtefall und kann mit einer Verdoppelung vom Festzuschuss rechnen. In diesem Fall muss die konkrete Einkommenssituation nicht dargelegt werden: Der Gesetzgeber geht davon aus, dass eine für den Studenten unzumutbare Belastung vorliegt. Wer kein BAföG bezieht, sondern seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreitet oder von den Eltern unterstützt wird, kann ebenfalls unter die Härtefallregelung fallen, muss jedoch sein Einkommen offenlegen, um dies zu begründen. Auch hier ist das lückenlos gefüllte Bonusheft wichtig, um den maximalen Zuschuss der Krankenkasse zu erhalten.

Besonderheiten der privaten Krankenversicherung

Schüler und Studenten können sich unter bestimmten Voraussetzungen selbst in einer privaten Krankenversicherung anmelden. Diese kennt das Prinzip der Familienversicherung nicht – das bedeutet, dass jeder Versicherte ausschließlich für sich selbst einsteht und die Beiträge nur zur Absicherung der eigenen Krankheitskosten aufgewendet werden.

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung sind trotz zahlreicher Einschränkungen in den letzten Jahren oftmals deutlich weitreichender als die für gesetzlich Versicherte. Dennoch sollte die Entscheidung für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung wohlüberlegt getroffen werden, da ein späterer Wechsel von einer privaten in eine gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich ist. Auch der Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einem anderen Anbieter ist bei den privaten Krankenversicherungen kompliziertet als beim Wechsel von einer gesetzlichen Krankenversicherung zu einer anderen.

Auf der anderen Seite kann sich eine private Krankenversicherung auch deswegen lohnen, weil die Beiträge sich nicht alleine nach dem Einkommen richten, sondern auch nach dem Einstiegsalter des Versicherten. Wer sich also früh privat versichert, spart im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung monatlich Geld und kann zudem von einer Beitragsrückerstattung profitieren, sofern innerhalb eines Versicherungsjahres keine oder nur geringe Behandlungskosten angefallen sind. Die Leistungen der privaten Krankenversicherer im Bereich Zahnersatzsind deutlich höher, je nach Tarif werden selbst anspruchsvolle Versorgungen mit Vollkeramik oder Implantaten ganz oder zu großen Teilen übernommen.

Zusatzversicherungen schützen vor hohen Kosten

Angelehnt an die umfangreicheren Leistungen der privaten Krankenversicherung bieten viele Versicherer so genannte Zahnzusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte an. Die monatlichen Kosten dafür sind abhängig vom Alter des Versicherten und eventuellen Vorerkrankungen. Grundsätzlich gilt hier: Je früher eine solche private Zusatzversicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind die Beiträge. Mit einer solchen Zusatzversicherung kann der Eigenanteil für hochwertigen Zahnersatz reduziert werden – bei einigen Verträgen in voller Höhe, bei anderen nur zu einem Teil. Zwar sind die zusätzlichen Beiträge gerade für Schüler, Studenten und Auszubildende eine finanzielle Belastung, doch spätestens bei der ersten hohen Zahnarztrechnung macht sich eine solche private Absicherung bezahlt.


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