Themenwelt

24. Juni 2016 / 0 Kommentare

Zahnersatz , Wissenswertes

Was sind Konuskronen?

Wenn die gesunde Zahnkrone eines Zahnes durch Karies oder andere Einflüsse soweit geschädigt ist, dass sie ganz oder teilweise ersetzt werden muss, wird häufig eine künstliche Krone eingesetzt. Diese wird aus Metall oder Keramik gefertigt und auf dem beschliffenen Zahnstumpf befestigt. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch Doppelkronen, nur dass hier der eigentliche Zahnersatz nicht dauerhaft im Mundraum befestigt wird, sondern herausnehmbar gestaltet wird.

Dieses wird durch zwei Überkronungen erreicht: Zunächst wird der beschliffene Zahn mit einer Innenkrone aus Metall versorgt, die auf dem Zahnhartmaterial verklebt wird. Diese Innenkrone kann dann genutzt werden, um herausnehmbaren Zahnersatz wie eine Teleskopprothese daran zu befestigen und so die Restbezahnung im Mund bei der Stabilisierung der Prothese einzubinden.

Die Befestigung erfolgt dabei nach dem Prinzip „Schlüssel und Schloss“: Der beschliffene und mit der Innenkrone versehene Pfeilerzahn ist der Schlüssel, der genau in die künstliche Krone, das Schlüsselloch, passt. So finden die Teleskopkronen einen festen und stabilen Halt im Kiefer, können jedoch trotzdem zur Reinigung herausgenommen werden.

Konuskronen und Teleskopkronen

Das Funktionsprinzip ist bei beiden Doppelkronen ähnlich, sie unterscheiden sich nur in einem Punkt: Bei einer Teleskopkrone wird der Zahn so beschliffen, dass die Zahnaußenwände parallel verlaufen, geometrisch betrachtet handelt es sich also um einen Zylinder. Anders bei Konuskronen: Hier werden die Außenwände konisch geschliffen, sie werden also zur Kronenspitze hin verjüngt. Der Zahn wird also in einem festen Winkel von 6-8 ° geschliffen, den auch die Sekundärkrone aufweist.

Die Form der Primär- und Sekundärkronen hat dabei auch Auswirkungen auf die Art, wie die Prothese im Kiefer befestigt wird: Bei einer parallelwandigen Teleskopkrone sorgt Reibung (Friktion) für den stabilen Halt im Mund, bei Konuskronen ist es eine Verkeilung.

Welche Vorteile haben Konuskronen?

Teleskopkronen, die mit dem physikalischen Prinzip der Reibung arbeiten, sind im Einzelfall nicht immer ohne weiteres ein- oder nachzustellen. Daher kann es hierbei erforderlich sein, die äußeren Kronen durch zusätzliche Halteelemente wie Friktionsstifte, Riegel oder andere feinmechanische Vorrichtungen zu stabilisieren.

Bei Konuskronen ist ein solcher zusätzlicher Aufwand nicht erforderlich, da durch die Verkeilung ein ausreichend stabiler Halt im Kiefer erzielt wird, der auch den Kaukräften standhält. Dennoch können in bestimmten Fällen auch Teleskopkronen oder andere Versorgungen geeigneter sein, um den Zahnersatz im Mund zu befestigen. Daher sollten Patienten die Versorgung immer mit ihrem Zahnarzt besprechen und sich von diesem die konkreten Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen erklären lassen.

Generell haben Doppelkronen jedoch im Vergleich zu anderen Versorgungen mit herausnehmbarem Zahnersatz einige Vorteile: Die Ästhetik ist sehr gut, da keine sichtbaren Klammern vorhanden sind. Auch die Funktionalität ist sehr gut, Kauen und Sprechen sind mit gut sitzenden Prothesen kein Problem. Zudem sorgt diese Art der Versorgung für eine gute Druckverteilung, das Zahnfleisch wird nicht oder nur in geringem Maße belastet, die Prothese sitzt sicher und stabil im Mund. Hierdurch ergibt sich für den Patienten ein hoher Tragekomfort und auch die Reinigung von Mund und Prothese ist einfach und problemlos möglich. Und nicht zuletzt kann eine Versorgung mit Teleskop- oder Konuskronen bei weiterem Zahnverlust einfach erweitert werden.


Neuer Kommentar
Sie benötigen Zahnersatz?
Fordern Sie jetzt Ihren kostenlosen Patientenratgeber an.

Mit diesem Ratgeber erhalten Sie auch Adressen 
von Referenzzahnärzten in Ihrer Umgebung.

Um unsere Internetseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK!