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Gesundheit

Was kann man gegen schiefe Zähne tun?

Eine von Natur aus perfekte Zahnstellung gibt es vergleichsweise selten. Kleine Unregelmäßigkeiten und individuelle Abweichungen gehören eben viel eher zur Natur als vollkommenes Gleichmaß: Kein Mensch ist wie der andere, und das Gebiss ist – ebenso wie der Charakter – immer ein Unikat.

Folglich stört ein einzelner, leicht schiefer Zahn, vielleicht noch an einer Stelle, die man selten sieht, nur die wenigsten Menschen. Rund jeder dritte Deutsche trägt zumindest eine leichte bis mittelschwere Fehlstellung mit sich herum, die ihn vielleicht niemals behindert oder ihm Beschwerden verursacht. Wer jedoch richtig schiefe Zähne, große Zahnlücken oder einen zu engstehenden Kiefer hat, kann Probleme bekommen, die nicht nur aus ästhetischen Überlegungen heraus gelöst werden sollten.

Zum Glück lassen sich schiefe Zähne in jedem Alter korrigieren. Auch Erwachsene können mit Brackets, einer maßgefertigten Zahnspange oder einem Zahnbogen gegen schiefe Zähne vorgehen. Solche Hilfsmittel zur Zahnkorrektur können fest oder herausnehmbar sein – je nach Zahnstatus, Behandlungsziel und persönlichen Anforderungen. Sie haben sich in der Zahnmedizin und Kieferorthopädie seit Jahrzehnten bewährt und werden stetig weiterentwickelt.

Wann müssen schiefe Zähne korrigiert werden?

Gravierende Zahn- und Kieferfehlstellungen können die normalen Kau- und Sprachfunktionen erheblich beeinträchtigen. Wenn schiefe Zähne bei einem Kind nicht frühzeitig korrigiert werden, kommt es häufig zur Ausbildung bleibender Sprachfehler (Nuscheln, Lispeln etc.) oder zu einer verzögerten Sprachentwicklung, die auch das Lern- und Sozialverhalten negativ beeinflussen kann.

Schieben sich in einem engstehenden Kiefer die Zähne übereinander, lassen sie sich nicht mehr rundum reinigen. Oft betrifft das Problem vor allem die Frontzähne, tritt jedoch erst auf, wenn die hinteren Backenzähne bzw. Weisheitszähne durchbrechen. Manche Patienten haben jedoch schon als Kinder damit zu kämpfen.

An den unerreichbaren Stellen können sich Bakterien festsetzen, die dann zu Karies, Entzündungen und im schlimmsten Fall zu frühen Zahnverlusten führen. Wenn der Kiefer nicht genug Platz für alle angelegten Zähne bietet, ist es sinnvoll, einen oder mehrere davon zu entfernen und die verbleibenden durch entsprechende Korrekturmaßnahmen in eine Reihe zu bringen. Wenn ein angelegter Zahn wegen des Platzmangels im Kieferknochen „steckengeblieben“ ist, kann er gegebenenfalls nachträglich in den Zahnbogen eingegliedert werden.

Schiefe Zähne können auch durch Zahnlücken entstehen, etwa wenn die Nachbarzähne nach und nach in Richtung der Lücke kippen oder sich verschieben. Darum müssen verlorene oder nicht angelegte Zähne frühzeitig durch Brücken oder Implantate ersetzt werden. Bei Kindern kann der Kieferorthopäde auch speziellen Zahnersatz als Platzhalter einsetzen, um eine Lücke für den bleibenden Zahn oder späteren Zahnersatz freizuhalten.

Nicht zuletzt sind deutlich sichtbare schiefe Zähne eine Belastung für das Selbstbewusstsein. Sie werden oft als Einschränkung des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebensqualität empfunden und verschlechtern leider auch die Chancen im Beruf und bei der Partnersuche.


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