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Zahnersatz

Was ist eine Reiseprothese, und welche Vorteile bringt sie?

Natürlich nimmt man auf einer Reise die Prothese mit, die man auch sonst im Mund trägt. Das Wort Reiseprothese ist eigentlich irreführend, hat sich aber im Volksmund längst eingebürgert: Mit der Reiseprothese ist nichts anderes als eine Ersatzprothese gemeint, vergleichbar mit der Ersatzbrille, die ja auch oft als Reise- oder Urlaubsbrille bezeichnet wird.

Die Vorstellung, eine Ersatzprothese zur Hand zu haben, falls die Zahnprothese zum Beispiel beim Reinigen herunterfällt und zerbricht oder im Urlaub verloren geht, ist auf jeden Fall attraktiv und sorgt auf Reisen für ein sichereres Gefühl: Kaum jemand hat Lust, sich fernab der Heimat von einem unbekannten Zahnarzt ein Provisorium anfertigen zu lassen oder gar den Urlaub abbrechen zu müssen, weil der Zahnersatz verbogen oder zu Bruch gegangen ist.

Allerdings gehören Reise- bzw. Ersatzprothesen nicht zu den Kassenleistungen. Bezuschusst wird von den gesetzlichen Krankenkassen immer nur eine Prothese. Die optionale Zweitprothese für den Fall der Fälle ist aus Sicht von Zahnmedizin nicht notwendig. Wer trotzdem eine will, kann sich natürlich auch trotzdem eine anfertigen lassen – das ist dann laut Gesetzgeber eine „Leistung auf Verlangen“, d. h. der Patient muss die Kosten dafür aus eigener Tasche bezahlen.

Die Zweitprothese als Wunschleistung aus dem Dentallabor

Bei der Herstellung von Zahnersatz werden Kunststoffe, Metalle bzw. Metalllegierungen und Keramiken verwendet. Dentalkeramiken unterscheiden sich von Kunststoffen und Metall auch durch ihre Verformungseigenschaften. Metall kann sich verformen, wenn es durch einen Aufprall oder Stoß strapaziert wird. Die modernen Hochleistungskeramiken, die in der Zahntechnik zum Einsatz kommen, besitzen zwar auch eine gewisse Elastizität, doch wenn sie zum Beispiel herunterfallen, können die keramischen Teile abplatzen, Risse bekommen oder zerbrechen. Auch die Kunststoffbasis einer Prothese oder Ersatzzähne aus Kunststoff können bei einem Unfall oder durch Gewaltreinwirkung zerbrechen.

Viele Patienten lassen sich darum vom Dentallabor eine Ersatzprothese anfertigen. Für diese zusätzliche Wunschleistung wird üblicherweise nach den Vorgaben des neu hergestelltes Zahnersatzes und der vorausgegangenen Arbeitsmodelle im Dentallabor eine Kunststoffprothese mit konfektionierten Ersatzzähnen hergestellt.

Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, sich eine zweite hochwertige Prothese anfertigen zu lassen, die der ersten in allen Materialien und in der Fertigung exakt gleicht. Diesen Patientenwunsch wird sich der Zahnarzt wahrscheinlich schriftlich geben und unterschreiben lassen: Um medizinisch nicht notwendige Zusatzleistungen nach der Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ) berechnen zu dürfen, muss er nachweisen können, dass er die entsprechenden Wunschleistungen auf Verlangen des Patienten erbracht hat.

Eine günstige Reiseprothese von der MDH AG

Auch bei der auf Ihren Wunsch gefertigten Reiseprothese können Sie von den MDH-Preisvorteilen bei Zahnersatz aller Art profitieren. Die Reise- oder auch Ersatzprothese kann für nur 99 Euro in Kombination mit einer Teleskopprothese oder selbstverständlich auch separat bestellt werden. Sprechen Sie hierzu einfach Ihren Zahnarzt an.

Alternative: Das Provisorium als Reiseprothese weiterverwenden

Bei Zahnersatzbehandlungen kommt es sehr häufig vor, dass zweimal Zahnersatz für denselben Befund angefertigt wird. So fertigen der Zahnarzt bzw. das Dentallabor üblicherweise eine provisorische KroneBrücke oder Prothese an, um den oder die präparierten (beschliffenen) Pfeilerzähne zu schützen und die normalen Kau- und Sprachfunktionen sicherzustellen, bis der endgültige Zahnersatz im Labor fertiggestellt worden ist. 


Sogenannte Interimsprothesen (Übergangsprothesen) kommen auch in der Implantologie bzw. Zahntechnik bei Implantatbehandlungen zum Einsatz
. Hier wird zuerst das eigentliche Implantat in den Kieferknochen gepflanzt, wo es fest einheilen muss. Später kann dann die bleibende Suprakonstruktion darauf montiert werden. Zwischen den einzelnen Aufbauschritten, der ersten Anprobe und dem definitiven Einsetzen des fertigen Zahnersatzes können mehrere Zeiträume liegen, in denen die „Baustelle“ im Mund mittels Provisorium oder Interimsprothese versorgt wird.

Übergangslösungen werden zwar nur für einen begrenzten Zeitraum hergestellt, können jedoch in vielen Fällen trotzdem länger verwendet werden – zum Beispiel als Reiseprothese. Wenn das ehemalige Provisorium nach der Fertigstellung des langfristigen Zahnersatzes noch passt und funktioniert, können Sie es sich vom Zahnarzt aushändigen lassen – es passt ohnehin zu keinem anderem Gebiss als Ihrem, und wenn Sie es nicht mehr brauchen, wird es in der Praxis entsorgt.


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