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29. Juni 2015 / 0 Kommentare

Gesundheit

Was ist der häufigste Grund für Zahnverlust

Ein gesundes, vollständiges menschliches Gebiss besteht aus 32 bleibenden Zähnen, von denen vier die so genannten Weisheitszähne sind. Reduziert sich ihre Anzahl, spricht man von Zahnverlust, während das natürliche Ausfallen der Milchzähne medizinisch als Zahnwechsel bezeichnet wird. Die Gründe für Zahnverlust sind unterschiedlich, dabei stellen die zahnmedizinischen Volkskrankheiten Karies und Parodontitis die Hauptursachen dar.

Bakterien

In verschiedenen Untersuchungen wurden die Gründe für Zahnverlust in Deutschland in den vergangenen Jahren mehrfach analysiert, dabei waren die häufigsten Ursachen für die Zahnextraktion Karies und Entzündungen des Zahnhalteapparates wie Parodontitis oder Gingivitis. Während bei Karies der Zahn selber in seiner Substanz soweit geschädigt wird, dass ein Erhalt nicht möglich ist, wird eine Parodontose oder Zahnfleischentzündung durch Bakterien verursacht, die sich am Zahnfleischsaum festsetzen und das Gewebe infizieren. Ein deutlicher Hinweis auf eine solche Entzündung ist Zahnfleischbluten, das oft durch Zahnfleischtaschen entsteht, in denen sich die Bakterien einnisten.

Um einen Zahnausfall zu verhindern, muss die Entzündung vom Zahnarzt behandelt werden, je früher, desto besser. Viele Menschen leiden jedoch unter Zahnarztangst und suchen auch bei Schmerzen keine zahnärztliche Hilfe, so dass diese Zahnkrankheiten seit Jahren die Liste der Gründe für Zahnverlust anführen.

Die Entfernung eines oder mehrerer Weisheitszähne zählt zu den Standardoperationen im Bereich der Kieferchirurgie, da diese äußersten Backenzähne oftmals nicht problemlos auswachsen können und dann auch eine Gefahr für die restlichen, gesunden Zähne im Kiefer darstellen können. Diese Zahnfehlstellungen und Fehlentwicklungen zählen daher auch zu den Gründen für Zahnverlust, auch wenn die Weisheitszähne für die gesunde Kaufunktion nicht (mehr) notwendig sind und ein Relikt darstellen.

Unfälle und Traumen

Ein weiterer Grund für den Verlust von Zähnen ist ein Zahnunfall, also ein Trauma, bei dem der Zahn soweit geschädigt wird, dass ein Erhalt nicht mehr möglich ist oder direkt ausgeschlagen wird. Zwar kann ein ausgeschlagener Zahn, wenn die Zahnwurzel nicht beschädigt ist und steril feucht gehalten wird, auch nach einigen Stunden wieder eingesetzt werden und erneut einwachsen, bei einem zerstörten Zahn besteht diese Option nicht, eine Zahnlücke ist dann die Konsequenz.

Eine Zahnlücke ist nicht nur unter ästhetischen Aspekten ein Problem, auch die Sprache kann hierdurch beeinflusst werden. Zudem besteht bei einem nicht ersetzten Zahn die Gefahr von Knochenabbau, da die Knochensubstanz kontinuierliche Belastung benötigt, um erhalten und gesund zu bleiben. Daher sollte man einen fehlenden Zahn (von Weisheitszähnen abgesehen) schnellst- und bestmöglich ersetzen, etwa durch Implantate. Diese verfügen über eine künstliche Zahnwurzel, die in den Knochen einheilt und damit auch im Inneren des Kieferknochens die Stimulation des Gewebes ermöglicht.


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