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07. August 2015 / 0 Kommentare

Gesundheit

Was für eine Alternative hat man, wenn die Zahnzusatzversicherung nicht zahlt?

Viele Versicherte schließen eine Zahnzusatzversicherung ab. Denn die gesetzliche oder private Krankenversicherung übernimmt meist nur einen Teil der Kosten für den Zahnersatz. Doch auch Zahnzusatzversicherungen garantieren keinen Zahnersatz ohne Eigenleistung. Je größer der versicherte Kostenanteil ist, umso höher ist auch der Tarif, also der Jahres- oder Monatsbeitrag des Versicherten. Soll die Zahnzusatzversicherung im Ernstfall alle Kosten übernehmen, die die Krankenversicherung nicht trägt, sind die Beiträge also entsprechend teuer.

Ganz ärgerlich wird es jedoch für den Versicherten, wenn die erwartete Versicherungszahlung komplett abgelehnt wird. So kann die Zusatzversicherung z. B. die medizinische Notwendigkeit einer Zahn- oder Zahnersatzbehandlung anzweifeln – und damit auch ihre Zahlungsverpflichtung. Noch häufiger geschieht es allerdings, dass die Zusatzversicherung den Zahnersatz nicht bezahlt, weil der Versicherungsvertrag nicht rechtzeitig abgeschlossen wurde. Dann gilt es, zur Zahnzusatzversicherung Alternativen zu finden, damit der Eigenanteil bezahlbar bleibt.

Vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung Tarif prüfen

In allen Versicherungsverträgen gibt es Ausschlussklauseln. Darin ist festgelegt, unter welchen Bedingungen die Versicherung nicht bezahlen muss. Bei den meisten Zahnzusatzversicherungen gilt: Hat der Zahnarzt zu dem Zeitpunkt, an dem die Versicherung abgeschlossen wird, bereits festgestellt, dass das Gebiss behandlungsbedürftig ist, oder mit der Behandlung begonnen, ist es zu spät, um für den aktuell benötigten Zahnersatz noch Kosten geltend zu machen. Oft sieht der Tarif auch eine generelle Wartezeit vor, etwa ein halbes Jahr oder ein Jahr. Der Zahnersatz sollte dann erst nach Ablauf dieser Frist mit dem Zahnarzt geplant werden.

Oft gibt es auch Unklarheiten darüber, ob Zahnlücken, die zu Beginn der Zusatzversicherung bereits bestehen, mitversichert sind und in welchem Umfang. Hier gilt:

  • Einige Versicherer sind bereit, fehlende Zähne grundsätzlich mitzuversichern. Ein Vergleich verschiedener Anbieter ist also empfehlenswert.
  • Schwierig wird es, wenn bezüglich der fehlenden Zähne bereits ein Versicherungsfall eingetreten ist – wenn also Zahnersatz erforderlich, ärztlich angeraten und geplant ist. Ein Versicherungsfall liegt etwa vor, wenn die Zahnlücke erst vor kurzem entstanden ist (Zahnziehen, Unfall, Zahnausfall) bzw. wenn der fehlende Zahn möglichst bald ersetzt werden muss.

Die Zusatzleistungen der unterschiedlichen Zahnzusatzversicherungen sind ebenfalls interessant: Manche Anbieter übernehmen einen Teil der Kosten für eine Wurzel- oder Parodontitisbehandlung, bezahlen den Aufpreis für höherwertige Füllungen oder bezuschussen die professionelle Zahnreinigung. Gerade bei frühzeitig abgeschlossenen Versicherungen ist es attraktiv, damit nicht nur den Zahnersatz der Zukunft, sondern bereits jetzt die optimale Zahnvorsorge optimal finanzieren zu können.

Was, wenn der Antrag auf Zahnzusatzversicherung abgelehnt wird?

Wer eine Zusatzversicherung für Zahnersatz abschließen möchte, füllt – wie bei anderen Versicherungen auch – vorher einen Antrag aus. Die darin erhobenen Angaben helfen dem Versicherungsunternehmen, das Risiko des künftigen Versicherten zu kalkulieren. Auf Basis dieser Kalkulation wird schließlich der individuelle Tarif berechnet.

Für gewöhnlich enthält der Antrag auch die Frage, ob bereits ein Antrag bei einer anderen Zusatzversicherung gestellt bzw. von dieser abgelehnt wurde. Wer das bejahen muss, läuft Gefahr, dass sein Antrag deswegen auch diesmal abgelehnt wird. Für manche Versicherer ist eine solche frühere Ablehnung Grund genug, den Betreffenden auch ihrerseits nicht versichern zu wollen – und je mehr Anträge abgelehnt wurden, desto schwerer ist es, noch eine passende und bezahlbare Zahnzusatzversicherung zu finden.

Um eine Ablehnung von vornherein zu verhindern, ist es ratsam, sich von Experten auf dem Gebiet der Krankenversicherung beraten zu lassen. Sie wissen über die Aufnahmerichtlinien vieler Versicherungsanbieter Bescheid und können geeignete Anbieter empfehlen. Eine gute erste Anlaufstelle ist dabei immer die eigene Krankenversicherung bzw. Krankenkasse.

Wann ist Zahnersatz medizinisch notwendig?

Grundsätzlich sollte jede Zahnlücke mit adäquatem Zahnersatz geschlossen werden, da Kiefer und Zähne eine Einheit bilden, die am besten funktioniert, wenn sie komplett ist. Von Versicherungen wird die „medizinische Notwendigkeit“ von Zahnersatz jedoch durchaus unterschiedlich definiert.

Prinzipiell gilt: Eine Zahnersatzbehandlung, die der Wiederherstellung vollständigen Kaufunktion dient, ist auch medizinisch notwendig.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Versorgung einer älteren Zahnlücke, die keine Beschwerden bereitet und die Kaufunktion behindert, ist aus Sicht der meisten Zusatzversicherungen nicht medizinisch notwendig. Darum stellt sie auch kein grundsätzliches Ausschlusskriterium beim Neuabschluss einer Zusatzversicherung dar. Möchte der Versicherte die Lücke jedoch zu einem späteren Zeitpunkt versorgen lassen, übernimmt die Versicherung den vertraglich vereinbarten Teil der Zahnersatzkosten.

Viele Versicherer werden misstrauisch, wenn der Versicherte kurz nach Ablauf der Wartezeit eine teure Behandlung beginnt, etwa mit Zahnimplantaten oder ästhetisch hochwertigem (kosmetischem) Zahnersatz. Eventuell kommen dann Rückfragen zur medizinischen Notwendigkeit, oder die Versicherung schickt einen Sachverständigen, um den Fall abzuklären. Es ist also immer sinnvoll, die Gründe für die Behandlung mit dem Zahnarzt ausführlich durchzusprechen und sich auf entsprechende Fragen der Versicherung gut vorzubereiten.

Beim Zahnersatz sparen und in Raten bezahlen

Eine Alternative, wenn die Zahnzusatzversicherung nicht zahlt, ist die Teil- oder Ratenzahlung. Dabei zahlt der Patient, in vielen Fällen ohne Zinsen und weitere Kosten, seinen Eigenanteil in bequemen Raten ab. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich bereits im Vorfeld für den Zahnersatz zu entscheiden, für den die geringsten Laborkosten fällig werden – denn diese sind es vor allem, die die Zahnersatzpreise hierzulande in die Höhe treiben.

Eine Kombination aus beidem bietet die MDH AG an: Der MDH-Qualitätszahnersatz stammt aus einem Partnerlabor in China. Er wird nach denselben Standards und aus den gleichen Materialien gefertigt wie Zahnersatz aus deutschen Dentallabors, doch die Herstellung in China ist um bis zu 80 Prozent günstiger als die in Deutschland. Dazu bietet die MDH den Patienten – gemeinsam mit dem Versicherer ZAG Plus medical Finance ein besonders komfortables und flexibles Finanzierungsmodell an. Es heißt DENTA.pay und ist speziell auf die Finanzierung von Zahnersatz zugeschnitten.


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