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Zahnersatz

Wann brauche ich eine Zahnkrone?

Als Zahnkrone wird der aus dem Zahnfleisch herausragende sichtbare Teil des Zahnes bezeichnet. Wenn die natürliche Zahnkrone, die von der härtesten natürlichen Körpersubstanz, dem Zahnschmelz, überzogen ist, durch Abnutzung, einen Unfall oder fortgeschrittene Karies ganz oder weitgehend zerstört ist, kann sie durch eine künstliche Zahnkrone aus Metall oder Keramik ersetzt werden.

Die Zahnkrone dient dem Schutz des empfindlichen Zahnbeins und dem darin befindlichen Zahnmarks und stellt die Kaufunktion sicher. Nahrung wird mit Hilfe der Schneide- oder Frontzähne abgebissen und mit den Backenzähnen zerkleinert, um sie einfacher schlucken und im Magen-Darmtrakt verdauen zu können. Um diese Funktion zu gewährleisten, müssen die Zähne regelmäßig gepflegt und bei Beschädigungen vom Zahnarzt repariert werden. Während kleinere Defekte durch eine Füllung oder eine Teilkrone beseitigt werden können, muss mit zunehmendem Umfang der Defekte eine künstliche Zahnkrone eingesetzt werden, um den Zahn vor weiteren Beschädigungen zu schützen.

Gründe für eine notwendige Überkronung

Der häufigste Grund für eine Überkronung ist Karies, die durch Bakterien im Mund verursacht wird. Die Bakterien selber schädigen nicht den Zahnschmelz, sondern Säuren, die diese Mikroorganismen bei der Verstoffwechselung von Zucker bilden. Diese reagieren mit der Zahnhartsubstanz und bilden mit der Zeit immer größere Löcher darin aus. Diese müssen vom Zahnarzt behandelt werden, bei Karies in einem fortgeschrittenen Stadium durch den bei vielen Patienten gefürchteten Bohrer.

Wenn ein Zahn mehrere oder besonders große Stellen mit Karies aufweist, sind auch die generelle Stabilität des Zahnes und damit sein Verbleib im Mund gefährdet. Dem Zahnarzt bleibt dann nur noch die Möglichkeit, den Zahn mit einer neuen Krone zu versehen, die die Kaufkräfte aufnimmt und das weichere Zahnbein schützt. Dabei wird unterschieden zwischen einer Teilkrone, die nur einen Teil des sichtbaren Zahnes bedeckt und einer Vollkrone, die den gesamten Zahn umfasst.

Mit einer Krone kann allerdings nicht nur ein kariöser Zahn gerettet und geschützt werden. Auch bei einer fehlenden Stützfunktion des Zahnes kann eine Krone sinnvoll sein, um die Kaukräfte besser im Kiefer zu verteilen und so einem möglichen Zahnausfall aufgrund einer Überlastung vorzubeugen. Ebenso werden Kronen genutzt, um fehlende Zähne zu ersetzen, in diesem Fall wird ein metallischer Stift als Implantat in die Lücke des Kiefers eingepflanzt und nach der Einheilungsphase überkront.

Auch aus kosmetischen Gründen kann eine Krone sinnvoll und erforderlich sein, etwa bei stark verfärbten Zähnen, etwa aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls. Zudem werden Kronen häufig auch für Zahnprothesen eingesetzt, auf denen die Prothese dann im Kiefer verankert wird.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Zunächst untersucht der Zahnarzt den betroffenen Zahn und die Zahnwurzel. Dabei wird überprüft, ob der Zahnnerv noch vital ist und der Zahn einen festen Sitz im Kiefer aufweist. Anschließend wird der betroffene Zahn örtlich betäubt, um dem Patienten bei der so genannten Präparation, also dem Beschleifen des Zahnes keine Schmerzen zu bereiten. Der Zahn wird dann so beschliffen, dass eine optimale Auflagefläche für die Krone entsteht.

Anschließend macht der Zahnarzt einen Abdruck oder Intraoralscan des Kiefers. Damit wird im Zahnlabor später ein Modell aus Gips oder virtuell im Computer angefertigt, an dem der zu fertigende Zahnersatz eingepasst wird.Damit der Patient während der Wartezeit auch weiterhin kauen kann, setzt der Zahnarzt eine provisorische Versorgung, in der Regel aus Kunststoff ein. Diese weist nicht die Haltbarkeit einer Metall- oder Keramikkrone auf, ist jedoch stabil genug, um die Zeit bis zur endgültigen Versorgung zu überbrücken. Ist die Krone dann fertig, wird sie vom Zahnarzt eingesetzt und mit einem speziellen Zement fest mit dem beschliffenen Zahn verklebt.

Kronen im sichtbaren Bereich werden oftmals mit einem keramischen zahnfarbenen Überzug versehen, um sie möglichst unauffällig wirken zu lassen. Das betrifft vor allem Schneide- und Eckzähne, während bei einem Backenzahn auf eine keramische Verblendung oftmals verzichtet werden kann. Um die korrekte Zahnfarbe zu bestimmen, wird bei verblendeten Kronen auch die Zahnfarbe der umliegenden Zähne vom Zahnarzt ermittelt und dem Labor mitgeteilt, wo diese exakt umgesetzt wird.


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DIE 32
Danke, für viele interessante Beiträge von euch.

Guten Morgen Frau Bujack,

vielen Dank für Ihr Lob bezüglich unserer Themenwelt. Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Beiträge gerne lesen. Zum Thema Zähneknirschen (Bruxismus) finden Sie auch einen Artikel: „Psychosomatische Aspekte beim Zahnersatz“. Eine Knirscherschiene kann in Ihrem Fall vielleicht Abhilfe schaffen. Fragen Sie bitte Ihren Behandler danach. Wenn Sie möchten, nennen wir Ihnen gerne Adressen von Zahnärzten in Ihrer Nähe, die bereits mit uns zusammenarbeiten. Kontaktieren Sie dazu bitte unseren Patientenservice unter der kostenlosen Rufnummer: 0800-160 0 170. Beste Grüße, Ihr Team von DIE 32.

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