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12. Februar 2016 / 0 Kommentare

Zahntechnik

Trends in der Dentaltechnik

Die Zahn- oder Dentaltechnik ist ein Handwerk, zu dessen Aufgaben die Fertigung von Zahnersatz und Schienen (Knirscherschienen, Mundschutz) gehören. Hierbei geht es immer darum, im Fachlabor individuelle Lösungen für jeden einzelnen Patienten zu fertigen, die exakt nach den Vorgaben des Zahnarztes hergestellt werden und in Ästhetik, Funktionalität, Verträglichkeit und Haltbarkeit höchste Erwartungen erfüllen.

Wie in jedem Handwerk gibt es auch in der Dentaltechnik Trends, etwa der zunehmende Anteil von computergestützten Herstellungsverfahren. Auch werden neue biokompatible Werkstoffe eingesetzt, mit denen beispielsweise die Kosten für Versorgungen reduziert werden können, ohne Einbußen bei Qualität und Haltbarkeit hinnehmen zu müssen.

Das sind wichtige neue Dentaltechnik-Trends

Wie bereits erwähnt, wird die Anfertigung von Zahnersatz zunehmend computerunterstützt. Dank computerunterstütztem Design (Computer Aided Design, CAD) ist es heute bereits möglich, den Mund in allen Details digital nachzubilden und so den Zahnersatz zunächst am Bildschirm zu gestalten. Dazu können wie bisher Abdrücke genutzt werden, die den Ober- und Unterkiefer abformen und dann als Gips- oder Wachsmodell mit einem 3D-Scanner digitalisiert werden, oder der Kiefer wird in der Zahnarztpraxis mit einem Intraoralscanner vermessen und digitalisiert und diese Daten direkt an das Dentallabor übermittelt.

Ebenfalls immer häufiger werden KronenBrücken, Prothesen oder anderer Zahnersatz nicht mehr ausschließlich von Hand gefertigt, sondern bei der computergestützten Fertigung (Computer Aided Manufacturing, CAM) in einer Präzision gefertigt, die auch anspruchsvolle Versorgungen ermöglicht. So lassen sich viele Arbeitsschritte automatisieren, wodurch die Kosten reduziert werden können und gleichzeitig eine hohe Qualität sichergestellt wird.

Auch im Bereich der Implantatprothetik gibt es neue Trends: So gibt es mittlerweile so genannte Mini-Implantate, die mit minimal-invasiven Methoden eingesetzt werden. Sie verursachen bei der Operation weniger Schmerzen, lassen sich binnen weniger Minuten einsetzen und heilen deutlich schneller als konventionelle Implantate ein. Damit lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen wie Schwellungen oder Schmerzen beim Einheilen reduzieren oder komplett vermeiden. Das schont nicht nur die Nerven des Patienten, sondern bietet auch einen signifikanten Kostenvorteil, der Patient spart also auch Geld.

Bei der Herstellung von Zahnersatz ist der Biss, also das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer, besonders wichtig. Denn Fehlregulationen von Muskeln oder Gelenken im Kiefer können Verspannungen und Schmerzen verursachen, deren Ursache oft nicht klar erkennbar ist. Mit einer Funktionsvermessung beim Zahnarzt können Biss und mögliche Fehlregulationen überprüft und exakt vermessen werden. Die Bewegungen der Kiefer beim Sprechen und Kauen werden durch ein spezielles Gerät genau aufgezeichnet und anschließend ausgewertet, um die Erkenntnisse in die Gestaltung des Zahnersatzes einfließen zu lassen.


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