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24. März 2015 / 0 Kommentare

Gesundheit, Zahntechnik

Tipps für das Sprechen mit einer Zahnprothese

Vor allem in der Anfangszeit fällt vielen Prothesenträgern das Sprechen mit Zahnprothese schwer. Nicht nur die Phonetik, also die Bildung der einzelnen Laute, ist anders als sonst und funktioniert vielfach noch nicht richtig. Auch die Wahrnehmung der eigenen Stimme kann durch die Vollprothese verändert werden. Dabei stören herkömmliche herausnehmbare Klammerprothesen, Teilprothesen und Vollprothesen am ehesten.

Auch der beste Zahnersatz erfordert eine gewisse Gewöhnungszeit. Vor allem das Essen und Sprechen mit der Zahnprothese will erst gelernt werden. Das geht am besten mit viel Übung und etwas Geduld. Wer das Sprechen mit der Zahnprothese gelassen angeht, kriegt den Alltag mit den dritten Zähnen erfahrungsgemäß am schnellsten in den Griff.

Je länger die Prothese getragen wird, umso mehr akzeptiert sie der Körper als Teil seiner selbst. Anfänglich oft auftretende Fremdkörpergefühle verschwinden, und auch die Mundschleimhaut hat sich angepasst und reagiert nicht mehr mit Druckstellen auf den ungewohnten Zahnersatz. Die Stimm- und Geschmackswahrnehmung gleicht wieder der vor der Zahnbehandlung. Dieser Gewöhnungsprozess ist umso schneller abgeschlossen, je mehr die Prothese getragen und genutzt wird.

Wie verändert sich das Sprechen mit der Zahnprothese?

Die Lautbildung geschieht durch ein kompliziertes Zusammenspiel vieler kleiner und größerer Muskeln, zu denen neben der Zunge und den Lippen auch die Wangen- und Kiefermuskulatur gehören. Weil alle diese Muskeln perfekt auf ihre gewohnten Bewegungsabläufe eingespielt sind, ist es kein Wunder, dass Sie sich an das Sprechen mit Zahnprothese erst einmal gewöhnen müssen. Das dauert jedoch nicht lange, denn der Sprechapparat ist in jedem Alter lernfreudig und wandlungsfähig.

Die meisten Probleme machen meist Zischlaute und stimmlose Laute, etwa bei den Buchstaben S, Sch, Ch, F und P. Außerdem können Prothesenträger oft Klick- oder Knacklaute hören, die beim Sprechen mit der Prothese entstehen. Diese klingen oft gar nicht bis nach außen, werden also vom gegenüber kaum oder überhaupt nicht wahrgenommen.

Ähnlich ist es mit der veränderten Stimmwahrnehmung: Davon merkt nur der Träger der Prothese etwas, denn die Veränderung entsteht durch die andere Schallübertragung im Kieferknochen. Die eigentliche Stimme klingt genauso nach außen wie immer, und zum Meistern der kritischen Laute sind Sprech- und Leseübungen sehr gut geeignet.

Praktische Übungen für das Sprechen mit Zahnprothese

  • Beißen Sie nach dem Einsetzen der Zahnprothese einmal fest und großflächig darauf, um den Prothesenhalt zu optimieren. Schlucken Sie ruhig auch ein paar Mal bewusst und achten Sie darauf, dass die Prothese sicher sitzt.
  • Wiederholen Sie schwierige Wörter, um die Aussprache zu üben. Üben Sie nicht nur allein, sondern fragen Sie auch eine vertraute Person, wie sich Ihre Sprache anhört, und ermutigen Sie Ihren Zuhörer zu ehrlicher Kritik.
  • Reinigen Sie Ihre Prothese täglich gründlich und pflegen Sie sie gut. So verhindern Sie Reizungen und Druckstellen, die Ihnen das Sprechen mit der Zahnprothese beschwerlich und unangenehm machen.
  • Sprechen Sie langsam, wenn Ihre Aussprache anfänglich noch nicht sicher ist. So prägen sich die richtigen Bewegungsabläufe besser ein
  • Gehen Sie zum Zahnarzt, wenn Sie Beschwerden haben, und seien Sie nicht schüchtern, wenn Sie sich mehr Hilfe wünschen. Auch der Hausarzt kann Ihnen Ansprechpartner empfehlen – vom Logopäden bis zur Selbsthilfegruppe.

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