Themenwelt

03. Dezember 2014 / 0 Kommentare

Zahntechnik, Zahnpflege

Thema Zahnbürste – Unterschiede und Techniken

Elektrisch oder manuell – die richtige Zahnbürste und Zahnputztechnik

Gesunde Zähne brauchen regelmäßige Reinigung und Pflege. Zahnärzte empfehlen, mindestens zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang die Zähne zu putzen, und zwar mit einer Zahnbürste und Zahnpasta. Wie genau das Putzen allerdings durchgeführt werden soll, darüber besteht auch unter Zahnmedizinern keine Einigkeit. So gibt es verschiedene anerkannte Techniken, von denen nicht alle landläufig bekannt sind, die jedoch alle miteinander gemeinsam haben, dass ihre korrekte Ausführung anspruchsvoll ist.

Einfaches Putzen alleine reicht leider nicht aus, um den Zahnfleischsaum, die Zahnzwischenräume und die Kauflächen der Backenzähne wirklich gründlich und dennoch schonend zu reinigen. Zur Auswahl stehen unter anderem die zirkuläre und die vertikale Technik – also entweder mit kreisförmigen Bewegungen der Zahnbürste die Zahnoberflächen reinigen oder vertikal „von Rot nach Weiß“. Um dabei weder das Zahnfleisch noch die Zahnhälse zu reizen oder sogar zu verletzen, sollte kein starker Druck auf die Zahnbürste ausgeübt werden. Empfehlenswert ist außerdem, eine weiche oder mittelharte Zahnbürste zu verwenden.

Alternative elektrische Zahnbürste

Heutzutage sind elektrische Zahnbürsten ebenso günstig wie technisch ausgereift und werden daher von immer mehr Zahnärzten empfohlen. Sie ersparen es dem Benutzer, beim Zähneputzen komplizierte Techniken selber ausführen zu müssen, und erzielen zudem aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit eine deutlich bessere Putzleistung als Handzahnbürsten. Dennoch müssen auch mit einer Elektro- oder Schallzahnbürste die Zähne zweimal am Tag für mindestens zwei Minuten geputzt werden, um sie auf Dauer gesund zu erhalten – nur der manuelle Aufwand lässt sich mit diesen technischen Hilfsmitteln reduzieren. Manche Modelle bieten Zusatzoptionen, zum Beispiel eine Andruckkontrolle, mit der verhindert werden soll, dass die Bürste beim Putzen zu stark gegen Zähne und Zahnfleisch gepresst wird.

Eine Frage der Technik

Auch bei elektrischen Zahnbürsten werden unterschiedliche Techniken eingesetzt, zu erkennen daran, wie die Bürstenköpfe aussehen: Handelt es sich um runde Aufsteckbürsten, putzen diese durch eine schnelle Rotation des Bürstenkopfes Zahn für Zahn. Bei teureren Modellen wird das oft noch durch eine Betriebsart mit zusätzlichem Pulsieren unterstützt. Bei den sogenannten Schallzahnbürsten findet sich dagegen ein der klassischen Handzahnbürste nachempfundener Bürstenkopf, der mit schnellen Bewegungen mehrere Zähne auf einmal putzt. Dennoch kann auch mit einer Schallzahnbürste die Putzdauer nicht verkürzt werden.

Die meisten elektrischen Zahnbürsten sind wiederaufladbare Modelle, die einen im Inneren verborgenen Akku besitzen, der in der mitgelieferten Ladestation aufgeladen wird. Dennoch muss die Ladestation nicht unbedingt mit in den Urlaub, denn viele Elektrozahnbürsten haben ausreichend Ladekapazität für einige Stunden Zähneputzen. Das ist in der Regel ausreichend, um auch am letzten Urlaubstag mit sauberen Zähnen den Heimweg anzutreten.

Anschaffungs- und Folgekosten

Die Preisunterschiede bei Zahnbürsten sind groß, egal ob es sich um manuelle oder elektrische Modelle handelt. Dabei muss Qualität nicht unbedingt mit hohen Anschaffungskosten verbunden sein: Auch günstige Modelle aus dem Drogeriemarkt konnten bei Tests der Stiftung Warentest überzeugen. In Sachen Putzleistung unterscheiden sich die elektrischen Modelle nämlich weniger, dafür punkten sie mit Ausstattung und Sonderfunktionen, etwa einem individuellen Timer, der erwähnten Andruckkontrolle oder speziellen Betriebsmodi für empfindliche Zähne.

Allerdings sollte man bei der Auswahl nicht nur die Anschaffungs-, sondern vor allem auch die laufenden Kosten für Ersatzbürstenköpfe bewerten. Empfohlen wird der Austausch spätestens alle drei

Monate, viele Hersteller setzen dazu auf speziell gefärbte Borstenspitzen, die mit zunehmender Nutzungsdauer ihre Farbe einbüßen und so optisch signalisieren, dass die Zeit für einen Wechsel gekommen ist. Nach einer überstandenen Erkältung oder Infektion der Atemwege sollte der Bürstenkopf aus hygienischen Gründen außerplanmäßig ausgetauscht werden.

Für die Ersatzbürsten werden – je nach Hersteller und Modell – Kosten bis zu 10 Euro fällig, für die ganze Familie kann so im Jahr ein signifikanter Betrag zusammenkommen. Günstiger sind Bürstenköpfe von Drittherstellern, die beispielsweise im Drogeriemarkt erhältlich sind und auch für Markenzahnbürsten verwendet werden können.

Die Lebensdauer von elektrischen Zahnbürsten liegt im Schnitt bei sechs Jahren, dann müssen die Geräte über den Fachhandel als Elektroschrott entsorgt werden. Sehr viel kürzer nutzbar sind hingegen elektrifizierte Handzahnbürsten, die ebenfalls angeboten werden. Hier befindet sich im Inneren der Handzahnbürste eine Batterie, die allerdings ebenso wenig ausgetauscht werden kann wie der Bürstenkopf. Diese Modelle müssen daher nach Gebrauch weggeworfen werden und belasten somit die Umwelt besonders stark.

Nicht nur unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es daher sinnvoller, gleich eine wiederaufladbare elektrische Zahnbürste anzuschaffen, die mit ihren Wechselbürstenköpfen nicht nur länger, sondern eben auch von verschiedenen Familienmitgliedern gleichzeitig genutzt werden kann.


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