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Zahnpflege , Wissenswertes

Schalltechnologie für saubere Zähne

Immer mehr Menschen in Deutschland putzen ihre Zähne elektrisch, weil sie glauben bzw. überzeugt sind, dass eine elektrische Zahnbürste besser und gründlicher reinigt. Und tatsächlich bestätigen immer mehr Studien, dass moderne Elektrozahnbürsten besser dazu geeignet sind, die Zähne sauber und gesund zu erhalten, als das Putzen mit einer Handzahnbürste. Denn bei einer Handzahnbürste werden die Putzbewegungen manuell und mit einer eher geringen Frequenz ausgeführt, während ein elektrisches Modell die Bürstenkopfbewegungen automatisch erzeugt und dabei deutlich schneller und gleichmäßiger agiert, als es die menschliche Hand vermag.

Rotation oder Schalltechnologie

Bei elektrischen Zahnbürsten gibt es grundsätzlich drei verschiedene Modelle:

·         Rotationszahnbürsten mit oszillierendem Bürstenkopf,

·         Schallzahnbürsten und

·         Ultraschallzahnbürsten.

Rotationszahnbürsten sind am runden Bürstenkopf zu erkennen, bei dem die Borsten rotieren oder oszillieren. Das geschieht in einer hohen Frequenz mit bis zu 5.000 Bewegungen pro Minute, oft kombiniert mit einer pulsierenden Auf- und Abwärtsbewegung der Bürste, um die Reinigungsleistung zu erhöhen und Plaque am Zahnfleischsaum und zwischen den Zähnen besser zu lösen und zu entfernen. Möglich wird das durch einen kleinen Motor, der den Bürstenkopf in Bewegung versetzt.

Schallzahnbürsten stellen eine Weiterentwicklung von elektrischen Zahnbürsten dar, denn hier kommt kein Elektromotor zum Einsatz, vielmehr wird der Kopf durch Schalltechnologie in Bewegung versetzt. Das geschieht über einen magnetischen oder auf dem Piezo-Effekt basierenden Antrieb, durch den der Bürstenkopf mit einer Frequenz von 250 bis 300 Hertz schwingt. Die eigentliche Reinigung der Zahnoberflächen erfolgt allerdings nicht durch die Schallwellen, sondern auch hier durch die Borsten, die mit hoher Frequenz hin- und herbewegt werden. Elektrische Zahnbürsten mit Schalltechnologie sind an den ovalen Aufsteckbürsten zu erkennen, deren Form deutlich an eine klassische Handzahnbürste erinnert.

Wenn Schallzahnbürsten mit einer Frequenz von mehr als 300 Hertz arbeiten, werden sie häufig schon als Ultraschallzahnbürsten bezeichnet, wobei echte Ultraschallzahnbürsten eine Frequenz von 1,8 Millionen Schwingungen (1,8 Megahertz) aufweisen. Sie kommen komplett ohne Borsten aus, stattdessen reinigen sie die Zähne mit einem speziellen Tupfer, der die Flüssigkeit im Mund in Schwingung versetzt. Zusätzlich muss eine spezielle Zahnpasta verwendet werden, die keine Putzkörper enthält. Durch die hochfrequenten Schwingungen werden mit der Zahnpasta Schaumblasen erzeugt, die aufplatzen und damit den Plaque von den Zähnen entfernen.

Eine Ultraschallzahnbürste reinigt damit nicht mehr mechanisch (durch Reibung des Bürstenkopfes auf der Zahnoberfläche), wodurch Beschädigungen der Zähne oder Verletzungen des Zahnfleisches durch zu hohen Putzdruck verhindert werden. Allerdings sind sowohl die Ultraschallzahnbürste selber als auch die erforderlichen Aufsätze sowie die benötigte Zahnpasta teurer als bei den anderen Zahnbürstenarten.

Alle Technologien haben Vor- und Nachteile

Die Frage, welche Art von Zahnbürste besser oder sogar die Beste ist, lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Eindeutig ist nur, dass grundsätzlich eine elektrisch betriebene Zahnbürste (darunter fallen auch die mit Schalltechnologie) eine bessere Reinigungsleistung erzielt als eine Handzahnbürste, sofern sie korrekt eingesetzt wird.

Elektrische Zahnbürsten sorgen allein durch die höhere Bewegungsfrequenz dafür, dass in der gleichen Zeit deutlich mehr Putzbewegungen ausgeführt werden, so dass Plaque und Speisereste besser und schneller entfernt werden können.

Rotationszahnbürsten – die Klassiker

Für eine Rotationszahnbürste sprechen außerdem die geringen Anschaffungs- und Betriebskosten. Ersatzbürstenköpfe sind kaum teurer als eine gute Handzahnbürste, zudem lassen sich durch den Einsatz von kompatiblen Bürstenköpfen von Drittherstellern zusätzliche die laufenden Kosten gering halten. Um eine optimale Reinigungswirkung zu erreichen, muss der Bürstenkopf beim Putzen langsam um jeden einzelnen Zahn geführt und ohne Druck bewegt werden. Diese Bewegung ist für viele Neuverwender zunächst ungewohnt und muss eingeübt werden, dann lässt sich jedoch eine sehr gute Reinigung der Zähne erreichen.

Schallzahnbürsten – eine Alternative für Umsteiger

Die Bedienung von Schallzahnbürsten ähnelt hingegen mehr der klassischen Handzahnbürste: Der breite Bürstenkopf muss wie beim analogen Modell „von Rot zu Weiß“ über die Zahnreihen geführt werden. Diese Modelle bieten den Vorteil, dass sie mit einer höheren Frequenz arbeiten und daher auch mit weicheren Borsten eine gute Reinigungswirkung erzielen. Allerdings empfinden viele das Geräusch als ungewohnt bis störend, daher sollte man die Zahnbürste am besten schon vor dem Kauf im Laden einmal einschalten und dann für sich selber entscheiden, ob man dieses Geräusch im eigenen Badezimmer regelmäßig erklingen lassen will. Ein weiterer Nachteil von Schallzahnbürsten sind die höheren Kosten für die Anschaffung und für die Bürstenköpfe.

Ultraschallzahnbürsten – teuer, aber besonders schonend

Ähnliches gilt auch für Ultraschallzahnbürsten, die in der Anschaffung erheblich teurer sind als die anderen elektrischen Modelle. Sie bieten den Vorteil, dass sie auf eine mechanische Reinigung der Zähne komplett verzichten und dennoch eine sehr gute Reinigungsleistung erzielen. Die Handhabung unterscheidet sich dabei komplett von anderen Bürstentechnologien, denn zunächst muss die Zahnpasta auf den Zähnen verteilt werden, bevor die Schalltechnologie diese aufschäumt. Auch ist eine spezielle Zahncreme erforderlich, die keine mechanischen Putzkörper enthält, was ebenfalls mit Mehrkosten verbunden ist.

Auf der anderen Seite sorgt der Ultraschall für eine besonders schonende und dennoch gründliche Reinigung, ohne dass der Zahnschmelz mechanisch beansprucht wird. Denn gerade zu harte Borsten und/oder ein zu hoher Anpressdruck können mit der Zeit den Zahnschmelz immer weiter abschmirgeln und das empfindliche Zahnfleisch verletzen. Wer das verhindern will, sollte daher zu einer Ultraschallzahnbürste greifen oder alternativ zu einer elektrischen Zahnbürste mit Schalltechnologie und einem weichen Bürstenkopf. Einige Modelle messen den Anpressdruck und geben dem Benutzer ein optisches oder akustisches Signal. Diese sind besonders empfehlenswert für Menschen, die bereits Probleme mit ihrem Zahnfleisch oder freiliegenden Zahnhälsen haben.

Wichtig ist generell, die Zahnbürste regelmäßig zu benutzen und den Bürstenkopf spätestens alle 2 bis 3 Monate zu erneuern, da sich darauf Bakterien ansiedeln können, die dann beim Putzen erneut in den Mundraum eingebracht werden.


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