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24. Oktober 2015 / 0 Kommentare

Zahntechnik , Zahnpflege

Professionelles Bleaching – schonende und risikoarme Möglichkeiten der Zahnaufhellung

Bleaching (manchmal auch Bleachen) bedeutet Bleichen. Gemeint ist hier die Zahnaufhellung mit Hilfe von einem speziellen Bleichmittel, das Zahnverfärbungen beseitigen oder die natürliche Zahnfarbe aufhellen kann.

Diese ästhetische Zahnbehandlung wird mittlerweile von sehr vielen Zahnärzten angeboten, da sie sich in allen Bevölkerungsschichten zunehmender Beliebtheit erfreut. Wer sich die Zähne bleichen lässt, kann fest mit positiven Reaktionen rechnen: Ein ebenmäßiges, strahlendes Lächeln rundet die gepflegte Erscheinung ab und hinterlässt gute Eindrücke. Die meisten Menschen assoziieren weiße Zähne mit Gesundheit und Attraktivität.

Gleichmäßig reinweiße Zähne sind hierzulande jedoch von Natur aus recht selten. Stattdessen sind meist die Eckzähne eine Spur gelber als die Vorderzähne, und so manche gesunde Zahnoberfläche zeigt einen regelrechten Farbverlauf. Im Lauf des Lebens können sich die Zähne weiter verfärben, etwa durch Tee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin, aber auch durch bestimmte Speisen, Früchte, Gewürze oder Medikamente. Wer seine natürliche Zahnfarbe wieder zum Vorschein bringen oder der Natur ein wenig nachhelfen will, kann das mit einer professionellen Zahnaufhellung erreichen.

Wichtigstes Kriterium beim Bleaching ist, dass das Bleichmittel die Verfärbungen entfernt bzw. den Zahnschmelz bleicht, ohne die Zahnoberfläche zu beschädigen. Um vor der ersten Behandlung auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam, sich von einem Zahnarzt beraten zu lassen. Wer sich irgendein Bleichmittel für daheim besorgt oder gar mit fragwürdigen Hausmittelchen wie Soda, Backpulver, Polierpasten oder gar Schleifpapier herumexperimentiert, riskiert ernsthafte und bleibende Schäden an Zahnschmelz und Zahnfleisch.

Übrigens: Das Durchschimmern des gelblichen Zahnbeins beim verschleißbedingten Dünnerwerden des Zahnschmelzes lässt sich durch Bleaching übrigens nicht beheben – ebenso wenig wie dunkle Stellen durch freiliegende Zahnhälse. Denn das Zahnbein lässt sich nicht bleichen, und für die Zahnaufhellung muss eine ausreichend dicke Schicht Zahnschmelz vorhanden sein.

Was passiert beim Bleaching?

Die chemische Substanz, die beim Bleaching verwendet wird, heißt Karbamidperoxid. Sie besteht aus dem Trägerstoff Karbamid und Wasserstoffperoxid (H2O2) als Bleichmittel. Der Wirkstoff ist im Gel gebunden und wird erst auf der Zahnoberfläche nach und nach freigesetzt. So kann das Wasserstoffperoxid die im Zahnschmelz eingebetteten Pigmente schonend entfärben, ohne sie dabei aus dem Schmelz herauszulösen – die Zahnoberfläche bleibt intakt. Je wärmer das Trägergel ist, desto rascher läuft diese chemische Reaktion ab, und desto schneller wirkt das Bleaching.

Um gesunde Zähne insgesamt um eine oder mehrere Farbstufen aufzuhellen, gibt es drei grundsätzliche Bleachingmethoden:

  1. Frei verkäufliche bzw. rezeptfreie Bleachingprodukte aus Drogerien und Apotheken: Manche werden mit einem Pinsel auf die Zähne aufgetragen, andere bieten vorkonfektionierte Schienen oder Strips, die auf die Zähne gelegt bzw. geklebt werden. Diese Bleichmittel sind jedoch sehr schwach dosiert, so dass lediglich mit einer geringen oder kurzzeitigen Wirkung zu rechnen ist.
  2. Home-Bleaching mit individuell vom Zahnarzt angepassten Schienen: Diese sichere Methode ist seit langem bewährt und führt zu einer gleichmäßigen und schönen Zahnaufhellung. Die Schienen werden im Dentallabor exakt nach Maß gefertigt und daheim verwendet: Man füllt sie mit dem Bleichmittel und trägt sie entweder abends oder beim Schlafen über Nacht. In der Regel ist die gewünschte Zahnfarbe spätestens nach zwei Wochen erreicht.
  3. Bleaching-Sitzungen in der Zahnarztpraxis („In-office-bleaching“): Die Aufhellung wird in zwei bis vier Sitzungen beim Zahnarzt erledigt. Dabei verwendet der Arzt ein hochdosiertes Bleichmittel, das mit speziellen Lampen zusätzlich erwärmt wird und dann pro Sitzung rund eine halbe Stunde lang einwirkt. Das Zahnfleisch wird vor der Behandlung abgedeckt, um es vor dem hochkonzentrierten Wasserstoffperoxid zu schützen.

Der Zahnarzt kann auch dunkel gewordene bzw. nach Wurzelbehandlungen marktote Einzelzähne durch professionelles Bleaching aufhellen. Dazu muss das Bleichmittel direkt in den Wurzelkanal eingebracht und der Zahn danach mit einem Provisorium verschlossen werden. Nach jeweils einer Woche wird die Zahneinlage ausgewechselt und das Ganze so lange wiederholt, bis der Zahn die gewünschte Farbe hat. Diese Art des Zahnbleichens wird auch „Walking-Bleach-Methode“ genannt, weil sie unsichtbar abläuft, während man ganz normal durch den Alltag geht.


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