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05. Februar 2015 / 1 Kommentare

Zahnersatz

Muss mein Implantat irgendwann ausgetauscht werden?

Vor der Entscheidung für Zahnimplantate stehen meist mehrere Untersuchungen und Beratungsgespräche beim Zahnarzt oder Implantologen. Oft fragen Patienten, ob sie das Zahnimplantat austauschen lassen müssen, etwa nach einer gewissen Tragezeit. Die Antwort ist: Zahnimplantate können grundsätzlich ein Leben lang halten – aber natürlich nur, wenn die Bedingungen optimal sind und auch optimal bleiben.

Kein Arzt wird seinem Patienten erklären, er müsse einige Jahre nach dem Einsetzen oder gar in regelmäßigen Abständen sein Zahnimplantat austauschen lassen. Die künstliche Zahnwurzel – das eigentlich Implantat, das den sichtbaren Zahnersatz trägt – wächst fest in den Kieferknochen ein und kann dort für das ganze Leben bleiben. Voraussetzung ist, dass sie immer von einer stabilen Schicht Knochen umgeben ist, die mindestens eine Dicke von 2 Millimetern hat.

Zahnimplantate austauschen bei Knochenschwund

Falls der Kieferknochen sich im Lauf der Zeit so stark zurückbildet, dass die künstliche Wurzel ihren Halt verliert, kann es erforderlich werden, das Zahnimplantat auszutauschen. Zum Einsetzen eines neuen Implantats muss der Kieferknochen wieder aufgebaut werden. Beim Knochenaufbau wird die fehlende Substanz durch neues Knochenmaterial ersetzt – entweder durch eigenen Knochen des Patienten oder künstliche Knochensubstanz.

Der Arzt muss entscheiden, ob er das Zahnimplantat austauschen, erhalten oder durch eine andere Art von Zahnersatz ersetzen möchte. Bei starkem Knochenschwund im Oberkiefer oder Unterkiefer sowie bei ungünstigen Erfolgsaussichten kann es ratsam sein, an dieser Stelle kein weiteres Implantat einzusetzen, sondern stattdessen beispielsweise eine Brücke zu tragen.

Trägt das Implantat keinen einzelnen Zahn, sondern eine sogenannte Suprakonstruktion, etwa eine implantatgestützte, herausnehmbare Prothese, ist der stabile Halt aller Implantate sehr wichtig. Denn wenn eines wackelt, werden die anderen zu stark belastet, was zu weiteren Problemen führen kann. Der Arzt bzw. Fachmann kann hier prüfen, ob er die Zahnimplantate austauschen oder an anderer Stelle setzen kann – und welche Art von Knochenaufbau für seinen Patienten geeignet ist.

Gute Pflege erhöht die Lebensdauer von Implantaten

Implantate sind der natürlichste Zahnersatz – sowohl von der Art als auch vom Tragekomfort her. Es gibt Menschen, die ihre Zahnimplantate seit 40 Jahren tragen. Aber genau wie echte Zähne brauchen auch Implantate die richtige Pflege, um lange gesund, fest und schön zu bleiben. Regelmäßiges Putzen, auch der Zahnzwischenräume, verhindert Zahnfleischerkrankungen, die oft die Hauptursache von Kieferproblemen und Knochenschwund sind. Außerdem kann jeder weitere Zahnverlust die Kieferverhältnisse verändern.

Das Gebiss funktioniert als Einheit. Es sollte daher immer als Einheit betrachtet und gepflegt werden – jeder echte und jeder künstliche Zahn hat seine Bedürfnisse, um die sich jeder Mensch mindestens zweimal am Tag ausgiebig kümmern sollte. Zur gewissenhaften Zahnpflege und Mundhygiene gehören natürlich auch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt. Sie sind für den Patienten kostenlos und sollten einmal pro Jahr wahrgenommen werden. So können Veränderungen frühzeitig erkannt werden, und sowohl die eigenen Zähne als auch der Zahnersatz bleiben lange gesund.


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1 Kommentare

David Müller /

08. März 2017

Zahnimplantate

Da ich zwei Zähne verloren habe, setzte man mir zwei Zahnimplantate ein. Leider nahm ich die Pflege nicht so ernst, bis mich der Arzt beim nächsten Besuch darauf aufmerksam machte, welche Risiken es mit sich tragen könnte. Natürlich möchte ich, dass die Zahnimplantate ein Leben lang halten.

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