Themenwelt

0 Kommentare

Zahntechnik , Zahnpflege

Mechanische Plaqueentfernung im Rahmen der häuslichen Mundhygiene

Mechanische Plaqueentfernung mit Zahnbürste und Zahnpasta

Zur Zahnreinigung daheim sind Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide immer noch die Mittel der Wahl. Die regelmäßige mechanische Plaqueentfernung ist für die Kariesprophylaxe in jedem Alter wichtig. Wer sich zwei- bis dreimal pro Tag ein paar Minuten Zeit für die Mundpflege nimmt, leistet damit den wichtigsten Beitrag zur Gesunderhaltung der natürlichen Zähne. Und auch Zahnersatz, der keine Karies bekommen kann, muss täglich gereinigt und gepflegt werden. So bleibt er schön und frei von Ablagerungen – und kann dauerhaft mit gutem Mundgefühl getragen werden.

Die mechanische Plaqueentfernung, also die Entfernung von Zahnbelägen durch Bürsten bzw. Reiben, lässt sich durch keine Mundspülung ersetzen. Allein durch Spülen lässt sich Plaque nicht vollständig entfernen, und spezielle Zahnpflegekaugummis sind höchstens eine Alternative für zwischendurch oder unterwegs. Erst die Zahnbürste und die Zahnseide lösen Beläge sicher von der Zahnoberfläche. Und damit lassen sich auch schwer zugängliche oder gut versteckten Stellen reinigen, etwa die Zahnzwischenräume und der Zahnfleischsaum.

Besonders bequem und gründlich funktioniert die mechanische Plaqueentfernung mit einer elektrischen Zahnbürste oder einer Schallzahnbürste. Mit der richtigen Putztechnik bringt aber auch die gute, alte Handzahnbürste sehr gute Ergebnisse. Zahnseide vor dem Zähneputzen ist in jedem Fall unverzichtbar, da selbst die modernste und teuerste Zahnbürste die Zahnzwischenräume nicht zuverlässig mitreinigt.

Eine sinnvolle Ergänzung zur Mundpflege mit Bürste und Zahnpasta ist die Zungenreinigung. Die Zunge wird beim Zähneputzen oft vernachlässigt oder ganz vergessen, dabei können sich auf ihrer großen und rauen Oberfläche Bakterien und Beläge sehr gut festsetzen. In Apotheken und Drogerien gibt es spezielle Zungenschaber und Zungenbürstchen, mit denen sich Zungenbeläge sanft abschaben bzw. abstreifen lassen.              

Übrigens: Nach einer Mahlzeit oder dem Genuss zucker- und säurehaltiger Getränke sollten Sie mit der Zahnreinigung mindestens eine halbe Stunde lang warten. Denn durch den Kontakt mit Zucker, Säuren und Co. ist der Zahnschmelz für kurze Zeit deutlich weicher als sonst. Wird er unmittelbar danach mit Zahnbürste und Zahnpasta bearbeitet, tragen Sie bei der mechanischen Plaqueentfernung vermehrt Zahnschmelz ab.

Und was kann die Zahnpasta?

Zahnpasten können bei der Mundpflege drei Funktionen erfüllen: Sie unterstützen die mechanische Plaqueentfernung durch sogenannte Putzkörper, sie dienen als Träger für Wirk- und Pflegestoffe, und mit ihrem frischen Geschmack und Geruch sorgen sie für ein sauberes und angenehmes Gefühl im Mund und einen frischen Atem.

Viele Zahnpasten enthalten Fluorid, das für den Erhalt, die Stabilität und die Regeneration des Zahnschmelzes unverzichtbar ist. Manche sind mit desensibilisierenden Zusatzstoffen versehen, die bei regelmäßiger Verwendung schmerz- und temperaturempfindliche Zähne vor Reizen schützen. Zahnsteinhemmende Zusätze können zwar bereits vorhandenen Zahnstein nicht beseitigen, aber der Bildung von neuem zu einem gewissen Maß vorbeugen.

Um die sogenannte Abrasion, also das Abtragen von Material beim Zähneputzen, auf unerwünschte Zahnbeläge zu begrenzen, empfiehlt sich das Verwenden einer Zahnbürste mit weichen Borsten. Auch Zahnpasten mit aggressiven Putzkörpern oder aufhellenden Substanzen sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn die schonende mechanische Plaqueentfernung zu Hause nicht ausreicht, um hartnäckige Verfärbungen oder festsitzende Beläge von Zähnen oder Zahnersatz zu entfernen, hilft der Zahnarzt weiter.

Mit einer professionellen Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung werden die Zahnoberflächen wieder glatt und glänzend. Auch Zahnersatz können Sie in Ihrer Zahnarztpraxis von Zeit zu Zeit schonend und gründlich reinigen lassen. Das beugt auch dem Anlagern neuer Beläge vor. Und wer seine natürliche Zahnfarbe darüber hinaus aufhellen will, ist mit einem Zahnarzt-Bleaching besser beraten als mit Hausmitteln, aggressiven Zahnpasten oder Bleachingprodukten aus der Drogerie.


Neuer Kommentar
Um unsere Internetseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK!