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Zahnersatz

Keramik – eine neue Werkstoffklasse

Lange Zeit galten Edelmetalle wie Gold oder Platin als die am besten verträglichen Materialien, wenn es um Kronen oder anderen dauerhaften Zahnersatz geht. Metallkronen sind stabil und halten bei guter Pflege bis zu 25 Jahre, dazu lässt sich das Material gut im Labor verarbeiten. Und nicht zuletzt sind die Materialien gut biokompatibel und hypoallergen, verursachen also bei vielen Patienten keine Beschwerden.

Allerdings weisen Metallkronen auch Nachteile auf, die vor allem in der Ästhetik liegen. Im Frontzahnbereich ist es kaum erwünscht, einen sichtbaren Goldzahn zu präsentieren, vielmehr wollen die meisten Patienten Zahnersatz, der höchste ästhetische Anforderungen erfüllt und im besten Fall aussieht wie ein gesunder Zahn. Diese verständlichen Wünsche lassen sich mit einer Goldkrone nur mit erhöhtem Aufwand umsetzen, denn um den Zahnersatz natürlich wirken zu lassen, müsste die Krone verblendet werden.

Keramik als Alternative

Dieses geschieht häufig durch einen keramischen Überzug oder eine Frontalverblendung mit Hilfe von Veneers, die aus Kunststoff oder Keramik gefertigt sein können. Allerdings ist dieses Verfahren aufwendig und kostenintensiv, daher liegt es nahe, den Zahnersatz direkt aus Keramik zu fertigen und damit sowohl die ästhetischen wie auch die funktionalen Anforderungen zu erfüllen.

Zum Einsatz kommt dabei oft eine spezielle technische Keramik, Zirkonoxid, die gegenüber Säuren und Basen sehr unempfindlich ist. Auch die weiteren Eigenschaften dieser Keramik machen das Material für die Zahnmedizin ideal: Es lässt sich sehr gut und exakt verarbeiten, ist extrem hart und widerstandsfähig und die Biokompatibilität des Materials ist denen vieler Metalllegierungen überlegen. Und nicht zuletzt lässt sich Zahnersatz aus Keramik im Labor so bearbeiten, dass es jede Farbnuance annehmen und auch das für die Zahnästhetik wichtige Schimmern des Zahnschmelzes (Transluzenz) nachbilden kann.

Zudem geht die Forschung nach weiteren geeigneten Hochleistungskeramiken weiter, möglicherweise geeignete Materialien sind beispielsweise Glaskeramiken auf Basis von Silizium-, Magnesium- oder Aluminiumoxid, die eine nanokristalline Struktur aufweisen und ähnliche Festigkeiten wie Zirkonoxid bieten.

Aufwendiges Herstellungsverfahren

Während Zahnersatz aus Metall oftmals im Gussverfahren hergestellt wird, kommen bei Zahnersatz aus Keramik moderne, computergestützte Verfahren zum Einsatz. Mithilfe von CAD/CAM-Technologie werden KronenInlays oder anderer keramischer Zahnersatz so exakt aus dem Rohmaterial gefräst, dass eine gleichbleibend hohe Passgenauigkeit und Qualität erzielt wird. Der fertige Rohling wird anschließend in einem mehrstufigen Verfahren eine keramische Beschichtung aufgebrannt, mit der die gewünschte Zahnfarbe und Transluzenz erreicht wird. Da das Zirkonoxid an sich eine weiße Grundfarbe aufweist, können die Beschichtungen dünner als etwa bei einer verblendeten Metallkrone ausfallen, und dennoch ergibt sich ein natürliches Bild.

Veneers aus Keramik

Eine Besonderheit stellen Veneers, also Verblendschalen, dar. Dieses sind hauchdünne, lichtdurchlässige Keramikschalen, die mit einem Spezialkleber auf die zu verblendende Zahnoberfläche geklebt werden. Keramische Veneers kommen vor allem im sichtbaren Frontzahnbereich zum Einsatz, um dort beispielsweise Zahnfehlstellungen oder auch Zahnlücken zu verdecken.

Auch hier ist technische Keramik ein Material erster Wahl, denn nicht nur bietet sie trotz der dünnen Ausführung (Veneers sind oft deutlich dünner als ein Millimeter) ausreichend Stabilität, um den beim Kauen und Beißen auftretenden Kräften zu widerstehen, auch unter ästhetischen Gesichtspunkten sind keramische Veneers die beste Wahl.

Lohnt sich Keramik?

Vergleicht man die Kosten für eine unverblendete Metallkrone und eine Krone aus Keramik, ist die Metallvariante meist günstiger. Allerdings sollte man bedenken, dass die Lebensdauer einer Keramikversorgung einige Jahre höher liegt als bei Metall, wer also möglichst lange ohne Probleme zubeißen will, sollte Zahnersatz aus Keramik in Betracht ziehen. Für Allergiker oder empfindliche Personen ist metallfreier Zahnersatz zudem sicherer und verträglicher, daher lohnt es sich, hier etwas mehr zu investieren.

Mit Qualitätszahnersatz von der MDH AG lassen sich die Kosten auch für eine Keramikkrone oder anderen metallfreien Zahnersatz zudem weiter senken. In unseren hochmodern eingerichteten zahntechnischen Laboren fertigen unsere erfahrenen und qualifizierten Mitarbeiter jeden Tag Zahnersatz in höchster Qualität und zu bezahlbaren Preisen. Denn wir sind davon überzeugt, dass optimaler Zahnersatz aus Keramik auch für Menschen bezahlbar sein muss, die nur über ein geringes Einkommen verfügen.


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