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Gesundheit

Hintergründe für die Bezeichnung „dritte Zähne“

Auch mit schönen dritten Zähnen hat ein Mensch gut lachen. Und grundsätzlich gehört jeder Zahnersatz zu den „dritten“ Zähnen – denn Zahnersatz wird im Labor hergestellt, um verlorengegangene natürliche Zahnsubstanz zu ersetzen.

Eingebürgert hat sich die Bezeichnung „dritte Zähne“ jedoch vor allem für herausnehmbare Zahnprothesen. Eine Vollprothese oder Teilprothese, die jederzeit aus dem Mund herausgenommen und wieder eingesetzt werden kann, wird von vielen Trägern liebevoll „meine Dritten“ genannt. Die klassische Totalprothese, bestehend aus einem Teil für den Oberkiefer und einem für den Unterkiefer, heißt im Volksmund auch „Gebiss“ – und zu Recht, denn sie ersetzt immerhin sämtliche Zähne und sorgt dafür, dass der ehemals zahnlose Kiefer wieder vollständig mit funktionstüchtigen Zähnen bestückt ist.

Dagegen wird festsitzender Zahnersatz üblicherweise nicht als „dritte Zähne“ bezeichnet – auch wenn er einen oder mehrere natürliche Zähne komplett ersetzt. Eine festsitzende Zahnbrücke, auch ein Modell mit mehreren Brückengliedern, wird meist als Teil des natürlichen Gebisses empfunden und bestenfalls einfach „Brücke“ genannt. Ebenso verhält es sich mit Überkronungen: Die Krone ist zwar auch Zahnersatz, ersetzt jedoch nur einen Teil des Zahnes.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass die meisten Menschen Zahnersatz erst als „dritte Zähne“ wahrnehmen, wenn keine zweiten Zähne mehr vorhanden sind. Einen Sonderfall stellen Implantate dar: Das sind künstliche Zahnwurzeln, die dann mit Zahnersatz (der sogenannten Suprakonstruktion) versehen werden. Implantate mit künstlichen Zähnen können einen oder mehrere eigene Zähne komplett ersetzen – und auf besonders natürliche Art, da die Ersatzzähne direkt im Kieferknochenverankert werden und nicht an den Nachbarzähnen. Die festsitzende künstliche Zahnwurzel sorgt dafür, dass der Ersatzzahn auf dem Implantat sich anfühlt wie ein eigener Zahn.

Erste und zweite Zähne

Die ersten Zähne sind die Milchzähne. Davon sind im menschlichen Gebiss nahezu immer zwanzig angelegt. Sie brechen im Baby- und Kleinkindalter nach und nach durch und bilden das Milchgebiss oder erste Gebiss.Milchzähne haben keine Zahnnerven und sind darum weniger schmerzempfindlich als Erwachsenenzähne. Sie sind auch kleiner, weicher und meist heller: Bei vielen Kinder sind sie weiß wie Schnee – oder eben wie Milch.

Ungefähr zwischen dem 5. und dem 15. Lebensjahr vollzieht jeder junge Mensch den sogenannten Zahnwechsel. Dabei beginnen die Milchzähne erst zu wackeln und fallen schließlich ganz aus, um Platz für die bleibenden oder zweiten Zähne zu schaffen. Doch auch, wenn sie nicht fürs ganze Leben halten müssen, ist es wichtig, schon die ersten Zähne gut zu pflegen. Je gesünder das Milchgebiss ist, desto stärker und widerstandsfähiger werden auch die zweiten Zähne.


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