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29. April 2016 / 0 Kommentare

Zahnersatz

Gesichtsanalyse für Zahnersatz

Vorbereitungen zur Zahnersatzbehandlung

Wenn Zahnersatz ansteht, besprechen Zahnarzt und Patient gemeinsam die individuellen Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten. Bevor der Zahnarzt den Heil- und Kostenplan erstellt, muss Einigkeit über die Art des Zahnersatzes und die dafür notwendigen Behandlungsschritte bestehen. Wenn die Krankenkasse dem Plan zugestimmt hat, kann der Zahnarzt mit der abgesprochenen Behandlung beginnen.

Bei der Anfertigung von hochwertigem Zahnersatz arbeiten Zahnarzt und Labor eng zusammen. Sowohl in der Zahnmedizin als auch bei Prothetik und Zahntechnik stehen heute modernste Technologien zur Verfügung, um bewährte medizinische und zahntechnische Verfahren zu unterstützen und zu verfeinern. Neue keramische Materialien wie Zirkonoxid und Hochleistungskunststoffe ermöglichen die Herstellung von ästhetischem, funktionellem und perfekt körperverträglichem (biokompatiblem) Zahnersatz.

Für eine natürliche Ästhetik, besten Tragekomfort und optimale Funktion muss sich der neue Zahnersatz ideal in den Kiefer einfügen. Zur Vorbehandlung gehören daher eine exakte Gebissabformung und Funktionsdiagnostik. Anhand der ermittelten Daten kann das Labor ein Modell anfertigen und zur Einprobe an den Zahnarzt zurücksenden. Auch eine genaue Farbbestimmung ist erforderlich, damit die künstlichen Zähne echt und natürlich aussehen.

Die Analyse von Biss, Kieferverhältnis und Zahnkontakt (zentrische Okklusion) ist wesentlich für den späteren Tragekomfort, die Funktion und Lebensdauer von Zahnprothesen. Im sogenannten Artikulator kann der Arzt die individuellen Kieferbewegungen des Patienten nachahmen. Eine digitale Gesichtsanalyse bietet zudem die Möglichkeit einer Vorschau auf die verschiedenen Versorgungsalternativen. Auf dem Computerbildschirm kann der Patient sein Gesicht mit dem geplanten Zahnersatz sehen, die Farbbestimmung beeinflussen und mitentscheiden, welche Option er am harmonischsten, schönsten und natürlichsten findet.

Was passiert bei der Gesichtsanalyse?

Ziel der Gesichtsanalyse ist eine individuelle, natürliche und funktionelle Zahnrekonstruktion im Einklang mit den Wünschen des Patienten. Zuerst wird ein Foto vom Gesicht angefertigt – beim Lächeln oder Lachen, damit die Zähne gut zu sehen sind. Mit einer speziellen Bildbearbeitungssoftware werden dann die Zähne aus dem Foto „herausgeschnitten“ – die aktuelle Versorgung bzw. der aktuelle Zahnstatus sind also nicht mehr zu erkennen.

Jetzt kann der Zahnarzt mit dem Grafikprogramm unterschiedliche Zahnersatzversorgungen direkt in das Foto einblenden und sie an das Gesicht des Patienten anpassen. So können Arzt und Patient das Ergebnis im Gesamtkontext betrachten und bewerten. Passt der Zahnersatz zur Form des Mundes, zu den Wangen, zu den Winkeln der Nasenflügel? Wie verändert sich die Wirkung mit einer helleren oder dunkleren Zahnfarbe? Wie muss der Zahnersatz aussehen, damit der Patient sich freudig wiedererkennt und mit Ausdruck und Ästhetik seiner neuen Zähne vollkommen einverstanden ist?

Viele Menschen wünschen sich Zahnersatz, der genauso aussieht wie die früheren eigenen Zähne. Andere möchten weißere oder ebenmäßigere Zähne als vorher. Die Ansprüche an den Grad der Individualität können also ebenfalls variieren. Bei der Gesichtsanalyse kann der Zahnarzt verschiedenen Varianten darstellen, zum Beispiel ganz gleichmäßige Zahnreihen und -formen, leichte Personalisierungen oder die ganz individuelle Gebissaufstellung. Zahnlose Patienten, deren aktuelle Prothese nicht ihren ursprünglichen Zahnformen entspricht, können für eine authentische Rekonstruktion Bilder von früher mitbringen.

Funktionsdiagnostik und Gesichtsanalyse für natürlichen Zahnersatz

Als ideal wird Zahnersatz empfunden, wenn er sich beim Tragen natürlich anfühlt und von außen nicht als Zahnersatz zu erkennen ist. Dazu muss die Versorgung in vielerlei Hinsicht optimal sein. Die drei wichtigsten Punkte sind Funktion, Ästhetik und Komfort. Doch bei der Bewertung dieser Faktoren ist kein Patient genau wie der andere. Dasselbe gilt für Zahnersatz: Jedes Stück ist verschieden.

Die Individualität ist also ein ebenso wichtiger Aspekt beim Zahnersatz. Nur der Patient selbst kann letztlich entscheiden, ob die fertige KroneBrücke, Prothese oder Implantatversorgung für ihn optimal ist. Alle beteiligten Experten – vom Zahnarzt, Implantologen oder Kieferorthopäde bis hin zu den Zahntechnikern im Dentallabor – haben die gemeinsame Aufgabe und Verpflichtung, den Zahnersatz so herzustellen und anzupassen, dass er später die Ansprüche des Patienten erfüllt.


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