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08. März 2015 / 0 Kommentare

Zahnersatz , Wissenswertes

Finanzierung von Zahnersatz

Die Finanzierung von Zahnersatz ist immer wieder ein Thema. Denn die Krankenkasse bezahlt seit dem Jahr 2005 nur noch einen Festzuschuss zur Regelversorgung. Dieser deckt 50 Prozent der Kosten für Zahnbehandlung und Zahnersatz ab; wer ein lückenlos geführtes Bonusheft hat, kann damit den Festzuschuss um bis zu 30 weitere Prozentpunkte steigern(nachgewiesene Kontrolluntersuchungen über einen Zeitraum von 10 Jahren). Dennoch verbleibt selbst bei der günstigen Regelversorgung vielfach ein Eigenanteil von mehreren hundert Euro – und den kann längst nicht jeder Patient einfach bezahlen.

Der Betrag für den Eigenanteil steigt, wenn eine Alternative zur Regelversorgung gewünscht wird, etwa die Versorgung einer Lücke mit einem Implantat statt mit einer klassischen Zahnbrücke. Da der Festzuschuss der Krankenkasse sich nur am Befund orientiert und viele sinnvolle Behandlungsalternativen nicht zu den Kassenleistungen gehören, steigt in diesem Fall lediglich der Eigenanteil des Patienten. Dennoch wollen (und sollten) auch Kassenpatienten und Normalverdiener von den enormen Fortschritten und erweiterten Möglichkeiten der Zahnmedizin und Implantologie profitieren dürfen.

Zahnersatzfinanzierung über Zusatzversicherungen oder Härtefallregelung

Selbst private Krankenversicherungen übernehmen nicht die vollen Kosten für Zahnersatz. Für eine Zahnzusatzversicherung, die selbst bei aufwendigen Wunschversorgungen volle Kostendeckung garantiert, sind entsprechend hohe Monatsbeiträge zu entrichten – und sie muss frühzeitig vor Beginn einer Zahnbehandlung abgeschlossen worden sein.

Die sogenannte Härtefallregelung, bei der die gesetzliche Krankenkasse die kompletten Zahnersatzkosten für die Regelversorgung übernimmt, greift nur bei ganz geringem Einkommen, etwa bei Studenten, Azubis oder Hartz-4-Empfängern. Diese müssen vor der Zahnbehandlung nachweisen, dass ein solcher Härtefall bei ihnen vorliegt.

Finanzierung von Zahnersatz über Kredite

Studien der Marktforschung und Verbraucherbefragungen der letzten Jahre belegen, dass rund die Hälfte aller Deutschen zur Finanzierung von Zahnersatz einen Kredit aufnehmen würde bzw. müsste.

Zur Zahnersatzfinanzierung haben Verbraucher bzw. Patienten verschiedene Kreditmöglichkeiten. So bieten manche Finanzdienstleister einen sogenannten Zahnkredit an. Dabei handelt es sich in der Regel einfach um einen zweckgebundenen Ratenkredit, wobei durch die Zweckbindung nicht automatisch bessere Konditionen entstehen. Vor dem Abschluss lohnt also immer der Vergleich mit weiteren Angeboten, etwa mit dem der Hausbank.

Anbieter, die mit einem Dentallabor zusammenarbeiten, können auch zinslose Ratenzahlung bei Zahnersatz anbieten. Dabei kann der Patient die Kosten in bequemen Raten entrichten, etwa über 6 oder 12 Monate hinweg. Allerdings muss der behandelnde Zahnarzt dazu auch mit dem Partnerlabor des Finanzierungsanbieters zusammenarbeiten. Möchte der bisher behandelnde Zahnarzt das nicht, muss der Patient überlegen, ob ein Zahnarztwechsel aus diesem Grund für ihn in Betracht kommt.

Vor der Zahnersatzfinanzierung die anfallenden Kosten klären

Der erste Schritt zur Finanzierung von Zahnersatz ist immer der Heil- und Kostenplan des Zahnarztes. Aus diesem Kostenplan können nicht nur Verbraucher und Krankenkassen, sondern auch eventuelle Kreditgeber ablesen, welche Befunde vorliegen und wie teuer die empfohlene Behandlung voraussichtlich wird. Daher ist es hilfreich und auch üblich, bei einem Kreditantrag den Kostenplan bereits vorlegen zu können.

Zum Preisvergleich können sich Patienten auch mehrere Heil- und Kostenpläne von verschiedenen Zahnärzten erstellen sowie alternative Wunsch- bzw. Zusatzleistungen darin aufführen lassen. Generell kann jeder Zahnarzt mit seinen Patienten individuelle Zahlungskonditionen vereinbaren. Werden persönliche Absprachen getroffen, sollten diese jedoch unbedingt vor Beginn der Zahnbehandlung schriftlich festgelegt und von allen beteiligten unterschrieben werden. Das Angebot des Zahnarztes, der als erster eine Ratenzahlung anbietet, muss nicht unbedingt das günstigste sein. Dagegen kostet es nichts, auch bei mehreren Zahnärzten ganz direkt nachzufragen.

Zahnersatzfinanzierung durch günstigeren Zahnersatz aus dem Ausland

Ebenfalls im Kostenplan enthalten sind die Schätz- und Erfahrungswerte des Zahnarztes bezüglich der voraussichtlichen Material- und Laborkosten. Auf diesen Punkt sollten Patienten ihr Augenmerk besonders richten, um die Kosten zu senken: Durch Auslandsfertigung wird auch hochwertiger und moderner Zahnersatz bezahlbar. Die Preisersparnis kann bis zu 80 Prozent und mehr betragen, so dass der Patient bei dieser Lösung vielfach auf Kredite ganz verzichten und den Zahnersatz aus eigener Kraft finanzieren kann. Natürlich steht auch hierfür der Festzuschuss der Krankenkasse zur Verfügung.

Die MDH AG bietet Qualitätszahnersatz, der nach dem deutschen Medizinproduktegesetz und mit deutschem Know-how in einem chinesischen Dentallabor gefertigt wird. Das Angebot reicht von Klassikern wie Inlays, Kronen, Brücken und Prothesen bis hin zu Implantataufbauten und besonders verträglichen und ästhetischen Versorgungen, beispielsweise aus Vollkeramik.

Da Laborarbeit und Laborstunden in China sehr viel weniger kosten als in Deutschland, ergibt sich somit eine sehr gute Alternative für die Zahnersatzfinanzierung ohne Neuverschuldung bei der Hausbank oder einem anderen Kreditanbieter.

Immer mehr Patienten nutzen ihre Möglichkeiten als eigenverantwortliche Verbraucher und prüfen, wenn es um die Finanzierung von Zahnersatz geht, auch ihre Sparchancen durch ausländischen Zahnersatz. Für diesen ist eine Zahnzusatzversicherung ebenso wenig erforderlich wie ein perfekt geführtes Bonusheft – der Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt reicht aus.


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