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Gesundheit , Zahnpflege

Ein gesunder Spaß – Zuckerfreie Kaugummis

Kaugummis sind eine Erfolgsgeschichte der Menschheit, schon unsere Vorfahren kauten auf elastischem Birkenteer oder dem Harz des Mastixbaums herum, die Mayas bevorzugten den weißen Milchsaft Chicle, den sie aus dem Sapotillbaum gewannen. In Deutschland verbraucht heute jeder Bundesbürger 100 Streifen Kaugummi pro Jahr, weiß die Statistik zu berichten. Und ebenso, dass mit rund 88 Prozent zuckerfreie Kaugummis die gezuckerten Vertreter weit hinter sich lassen. Und das ist auch gut so, denn das stundenlange Kauen auf gezuckertem Gummi erhöht das Kariesrisiko enorm.

Daher sollten Eltern sehr genau darauf achten, was ihre Kinder an Kaugummi verzehren und darauf drängen, statt zuckrig-süßer besser zuckerfreie Kaugummis zu kauen. Denn auch die Milchzähne können Karies bekommen und damit den Start der bleibenden Zähne negativ beeinflussen.

Heute bestehen Kaugummis meist aus einem synthetischen Gummi,Süßungsmittel und Aromen. Statt Zucker kommt meist ein Zuckeraustauschstoff wie Sorbit, Xylit oder Aspartam zum Einsatz. Diese schmecken süß, sind aber anders als Zucker nicht schädlich für die Zähne. Allerdings kann der übermäßige Konsum bei empfindlichen Menschen Probleme an anderer Stelle verursachen, nämlich in Form von Verdauungsproblemen oder Blähungen. Wer auf solche Inhaltsstoffe empfindlich reagiert, sollte daher die Zutatenliste genau studieren und auf andere zuckerfreie Alternativen ausweichen, etwa mit Stevia. Oder den Konsum einschränken und nicht mehr als 1-2 Streifen Kaugummi am Tag kauen.

Kaugummikauen entspannt und macht schlank

Viele Menschen empfinden das Kauen von Kaugummi etwa in stressigen Situationen wie Prüfungen als beruhigend. Und tatsächlich haben japanische Wissenschaftler herausgefunden, dass durch das Kauen Hirnregionen aktiviert werden, die eine wichtige Rolle bei der Stressbewältigung spielen.

Und Forscher der US-amerikanischen Mayo-Klinik haben ermittelt, dass durch das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi die Stoffwechselrate um etwa 20 Prozent gesteigert wird. Und auch das Kauen selber verbrennt Kalorien, allerdings nur rund 11 pro Stunde. Allerdings sollte man es nicht übertreiben, denn übermäßiges Kaugummikauen kann die Kiefermuskulatur überanstrengen, im schlimmsten Fall kann sich so ein schmerzhaftes Kiefergelenk-Syndrom entwickeln.

Zuckerfreie Kaugummis als Kariesvorsorge

Wer moderat kaugummikaut und dabei nur zuckerfreie Kaugummis wählt, schützt damit auch seine Zähne. Denn durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt, was besonders nach dem Essen oder Trinken gut und wichtig ist. Durch den Speichel werden Nahrungsreste aus den Zähnen gespült und der Zahnschmelz regeneriert, zudem wird der pH-Wert im Mund durch die vermehrte Speichelproduktion schneller neutralisiert – so stellt sich schneller ein gesundes Mundklima ein, in dem schädliche Bakterien sich nicht mehr so schnell vermehren können.

Nach dem Essen einen zuckerfreien Kaugummi kauen, regt die Speicheldrüsen so richtig an: Sie produzieren bis zu zehnmal mehr Speichel, der zudem Calcium- und Phosphatmoleküle enthält, die in den Zahnschmelz eingebaut werden und diesen zusätzlich härten. Dennoch sollte man seine Zahnpflege nicht ausschließlich auf Kaugummis stützen, sie sind vielmehr eine sinnvolle Ergänzung, nicht jedoch ein Ersatz für das zweimalige Zähneputzen am Tag. Wer jedoch seine tägliche Zahnpflegeroutine mit Bürste und Zahnseide um zuckerfreien Kaugummi ergänzt, tut tatsächlich etwas Sinnvolles für seine Zähne und ihre Gesundheit, daher unterstützen auch Zahnärzte das „Kauen nach dem Essen“ – vorausgesetzt, es handelt sich um zuckerfreie Exemplare.

Übrigens sind Kaugummis meist nicht biologisch abbaubar, es dauert viele Jahre und Jahrzehnte, bis ein achtlos in die Gegend gespuckter Kaugummi zersetzt ist. Aus diesem Grund sollten ausgekaute Kaugummis in den Müll geworfen und dann entsorgt werden. Weitgehend übertrieben sind hingegen Gerüchte, nach denen ein verschluckter Kaugummi im Magen aushärten und dann zu gefährlichen Verletzungen des Verdauungstraktes führen könne. Vielmehr verlässt die Kaumasse den Körper unverändert, sie wird also weder hart, noch verklebt sie die Eingeweide.


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