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Gesundheit , Wissenswertes

Die Zukunft der Zahnmedizin liegt in der Prävention

Die Vorsorge ist ein wichtiger Teil der modernen Zahnmedizin. Zur Prävention gehören alle Maßnahmen, die der Prophylaxe, Früherkennung und frühzeitigen Behandlung von Zahnschäden und Krankheiten im Mund- und Kieferbereich dienen. Dazu gehören regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Prophylaxemaßnahmen in der Zahnarztpraxis, zum Beispiel die Zahnsteinentfernung oder professionelle Zahnreinigung.

Doch Mundgesundheit und Zahnerhaltung beginnen zu Hause: Der größte Teil der Prävention spielt sich im alltäglichen Leben ab. Hier sind also vor allem die Patienten selbst gefragt: Durch ausgewogene Ernährung, gewissenhafte Zahnpflege und das Vermeiden zahnschädlicher Verhaltensweisen kann jeder viel dazu beitragen, Mund und Zähne gesund zu erhalten.

Wer mitdenken und verantwortlich handeln will, braucht verlässliche Informationen und praktische Tipps, an die er sich halten kann. Institutionen wie die Bundeszahnärztekammer, die Krankenkassen oder auch dieWeltgesundheitsorganisation WHO geben regelmäßig Empfehlungen zu kostenlosen Präventionsmaßnahmen beim Zahnarzt, zahnfreundlicher Ernährung, Mundhygiene und Kariesprophylaxe.

Karies schon in der Kindheit vorbeugen

Kinder mit gesunden Milchzähnen haben deutlich bessere Chancen auf ein kariesfreies Gebiss im Erwachsenenalter. Darum gehört zur kindgerechten Zahnmedizin die Prävention zu Hause, im Kindergarten und in der Schule. Schon bei Säuglingen sollten die Eltern auf die Mund- und Zahngesundheit achten, zum Beispiel durch zucker- und säurearme Ernährung, das Verhindern von sogenanntem „Dauernuckeln“ und natürlich regelmäßige Untersuchungen in der Zahnarztpraxis.

Nach dem Durchbruch des ersten Milchzahns sollte das Kind stressfrei und spielerisch ans regelmäßige Zähneputzen gewöhnt werden. Mit einer weichen Kinderzahnbürste und speziellen Zahncremes können die Eltern die ersten Zähnchen gefahrlos reinigen, bis das Kleinkind dazu selbst in der Lage ist. In der Regel sind die dazu erforderlichen motorischen Fähigkeiten erst im frühen Grundschulalter voll ausgebildet, doch schon mit ein bis zwei Jahren können die Kinder aktiv mithelfen.

Auch die empfohlenen halbjährlichen Zahnarztbesuche zur Prophylaxe sollten starten, sobald der erste Zahn durchgebrochen ist. Je nach Zahnstatus und Kariesrisiko kann der Zahnarzt Präventionsmaßnahmen empfehlen, beispielsweise eine Grübchen- bzw. Fissurenversiegelung oder Fluoridierung zum Schutz des Zahnschmelzes. Die Untersuchungen dienen auch der Früherkennung von Kiefer- oder Zahnfehlstellungen.

Nicht alles, was in der Zahnmedizin zur Prävention im Kindesalter möglich ist, ist auch bei jedem Kind notwendig. Darum sollten sich Eltern über die empfohlenen Maßnahmen, etwa den Einsatz von Fluoriden oder das Anpassen einer Zahnspange, genau informieren und umfassend beraten lassen. So sind Fehlstellungen oder Fehlbisse häufig nicht anlage- sondern verhaltensbedingt. Durch eine Änderung der Gewohnheiten (z. B. Verzicht auf Schnuller oder Nuckelflasche) lassen sich korrektive oder restaurative Behandlungen daher in vielen Fällen umgehen.

Karies ist eine bakterielle Erkrankung, die auch ansteckend ist. Um die Bakterien nicht an ihre Kinder weiterzugeben, müssen die Eltern ihre Zähne ebenfalls kariesfrei halten. Geht die Familie gemeinsam zu den kostenlosen Vorsorgeterminen, lernen schon die Kleinsten die Praxisumgebung angstfrei kennen – und erleben Zahnpflege und Mundhygiene als guten und wichtigen Teil des täglichen Lebens.

Prävention und Zahnerhaltung für Erwachsene

Die Gesundheitspolitik gehört in Deutschland zu den wichtigsten gesellschaftlichen Themen. Zahnmedizin und Prävention gehen jeden an:Trotz der hohen Gesundheits- und Hygienestandards und der hervorragenden Möglichkeiten der Zahnheilkunde kommt fast niemand ganz ohne Zahnprobleme oder Zahnersatz durchs Lebens. Ein Grund dafür ist auch, dass die Lebenserwartung stetig ansteigt. Während die bleibenden Zähne in den Tagen der Frühmenschen selten länger halten mussten als zwanzig Jahre, brauchen wir heute auch mit siebzig, achtzig oder neunzig Jahren ein funktionierendes, gesundes und ästhetisches Gebiss.

Ein gutes Gesundheitssystem und hochwertiger Zahnersatz kosten oftmals viel Geld. Viel günstiger ist es, die Zahnerhaltung und Mundgesundheit bis ins hohe Alter mit guter Zahnpflege, Früherkennung und Vorsorge zu fördern. Experten sehen seit Jahren die Zukunft der Zahnmedizin in der Prävention. Dabei müssen jedoch viele Faktoren für ein gutes Gesamtkonzept zusammenspielen: Moderne Zahnerhaltungskunde, ganzheitliche Behandlungsansätze in der Zahnarztpraxis sowie mehr Aufklärung und Eigenverantwortung der Patienten.

Therapien zur Zahnerhaltung werden stärker nachgefragt

Moderne ImplantologieProthetik und Zahntechnik ermöglichen heute biokompatiblen, langlebigen und ästhetischen Zahnersatz, von dem Patienten früherer Generationen nur träumen konnten. Besser als der beste Zahnersatz ist es jedoch, die natürlichen Zähne zu erhalten. Zahnmedizin ohne Prävention ist heute nicht mehr denkbar. Sowohl Zahnärzte als auch Patienten setzen daher auf den möglichst langen Erhalt der Zahnsubstanz und des Zahnhalteapparats.

Neben Karies ist Parodontitis die Hauptursache für Zahnverluste. Das Vorbeugen, Erkennen und Behandeln von Zahnfleischentzündungen kann dem Patienten restaurative Maßnahmen ersparen und ist wesentlicher Bestandteil der modernen Prävention. Ein großer Teil der Zahnarztpraxen in Deutschland bietet heute Beratungen und Leistungen zur Individualprophylaxe für alle Altersgruppen an. Dabei werden die persönlichen Risiken analysiert und Präventionskonzepte erarbeitet, die genau zum Patienten passen. Unterm Strich verringert gute und ganzheitliche Prävention nicht nur die Häufigkeit von Zahnschäden, sondern auch die Behandlungs- und Zahnersatzkosten.


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