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01. September 2015 / 2 Kommentare

Zahnersatz

Die Modellgussprothese

Eine Modellgussprothese ist eine herausnehmbare Teilprothese bzw. partieller Zahnersatz. Sie erhält ihre Stabilität durch eine Basis aus Metall, die im Dentallabor gegossen wird (Modellguss). Das Verfahren wird auch Einstückguss genannt, da sich die gesamte Prothesenbasis in einem Arbeitsschritt gießen lässt. Das Metallgerüst wird dann mit dem eigentlichen Zahnersatz – künstlichen Zähnen aus Kunststoff versehen.

Klassische Modellgussprothesen sind in der Regel Klammerprothesen. Mit den metallenen Befestigungsklammern, die zusammen mit der Basis gegossen werden, lassen sie sich an der individuellen Restbezahnung verankern. Sind keine oder nicht mehr genug eigene Zähne vorhanden, wird als Standardversorgung eine Vollprothese oder Totalprothese angefertigt. Als Alternative kann der herausnehmbare Zahnersatz an Implantaten, also künstlichen Zahnwurzeln, befestigt werden. Diese können den Restzahnbestand auch ergänzen – es sollten mindestens zwei oder drei stabile Ankerpunkte zur Verfügung stehen.

Einfache Modellgussprothesen bzw. Klammerprothesen gehören zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen und stellen aufgrund des vergleichsweise geringen Herstellungsaufwands eine sehr preisgünstige Versorgung dar. Sie sind geeignet zum Schließen von Freiendlücken, also zum Komplettieren einer nach hinten verkürzten Zahnreihe, und als Zahnersatz bei mehreren Zahnlücken, die die Zahnreihen unterbrechen.

Die Ankerzähne, an denen die Klammern beim Tragen befestigt werden, müssen nicht beschliffen und mit Kronen versehen werden. Außerdem lassen sich Modellgussprothesen auch im Nachhinein recht einfach erweitern bzw. einer neuen Situation im Mund anpassen. Allerdings muss die Prothese, um sicher zu sitzen, grundsätzlich auf beiden Seiten des Kiefers verankert sein. Darum trägt sie auf beiden Seiten Klammern, auch wenn die Zahnlücken nur auf einer Seite sind. Und folgerichtig braucht der Patient auch auf jeder Kieferseite zumindest einen Restzahn oder eine implantatgetragene Krone als Ankerpunkt.

Alternativen zur Modellgussprothese

Zu den Nachteilen der Modellgussprothese gehören die sichtbaren Klammern. Vor allem bei Ankerzähnen im vorderen Bereich ist der Zahnersatz deswegen auch beim eher flüchtigen Hinsehen als Zahnersatz zu erkennen. Bei höheren ästhetischen Ansprüchen und entsprechender Restbezahnung kommen als Alternativen eine sogenannte Geschiebekonstruktion, Teleskopkronen und/oder implantatgetragener Zahnersatz in Frage.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich vom Zahnarzt sehr gründlich darüber beraten zu lassen, welche Optionen es für den aktuellen Befund und die geplante Versorgung gibt. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik und Funktion der Prothese, sondern auch um Art und Verträglichkeit der Materialien, den Tragekomfort und nicht zuletzt den Preis. So sind Implantate und die entsprechenden Suprakonstruktionen (Aufbauten) oder Teleskopprothesen aufwendiger in der Herstellung und daher auch teurer als Modellgussprothesen.

Um den Eigenanteil auch bei hochwertigen und ästhetischen alternativen Versorgungen gering zu halten, lohnt sich auch ein Kosten- und Leistungsvergleich mit Zahnersatz von der MDH AG. Er wird mit deutschen Materialien, hochmoderner Zahntechnik und nach deutschen Standards in China hergestellt und ist aufgrund der dort sehr niedrigen Laborkosten um bis zu 80 Prozent günstiger als gleichwertiger Zahnersatz aus deutschen Dentallabors.

Wie unterscheiden sich Modellgussprothesen für den Oberkiefer und den Unterkiefer?

Wie schon erwähnt, muss die Modellgussprothese sowohl links als auch rechts im Kiefer Halt finden. Sie verbindet also beide Kieferseiten miteinander. Diese starre Verbindung ist wird bei der Herstellung mitgegossen und so gestaltet, dass sie die eigenen Zähne bestmöglich umgeht und schont.

Modellgussprothesen für den Oberkiefer haben eine Gaumenplatte, die jedoch nicht den gesamten Gaumen bedecken muss wie die einer klassischen Vollprothese. Im Unterkiefer erfolgt die Verbindung durch einen sogenannten Sublingualbügel (lat. sublingual = unter der Zunge). Dieser ist wesentlich schmaler als die Gaumenplatte für den Oberkiefer, damit ausreichend Platz für die Bewegungen der Zunge, des Kiefers und der Wangenmuskeln bleibt.


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2 Kommentare

Petra /

22. April 2017

Erweiterung Modellgussprothese

Wie ist das wenn ein weiterer Zahn an die Modellgussprothese dran muss? Bin mir nicht sicher, ob der Backenzahn raus muss ... Welche Kosten könnten entstehen?

DIE32 /

23. April 2017

Erweiterung Modellgussprothese

Guten Morgen Petra,

der richtige Ansprechpartner für Ihre Fragen ist Ihr behandelnder Zahnarzt. Denn wir kennen weder Ihre Mundsituation noch Ihren Zahnersatz. Daher kann lediglich Ihr Behandler entscheiden, ob ein weiterer Zahn gezogen werden muss. Eine Modellgussprothese ist in der Regel problemlos erweiterbar. Mit welchen Kosten Sie dann rechnen müssen, kann Ihnen ebenfalls Ihr Zahnarzt sagen.

Viele Grüße, Ihre Redaktion vom Online Magazin DIE32

 

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