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Gesundheit

Deutschland entscheidet sich gegen eine Fluoridierung des Trinkwassers

Das chemische Element Fluor kann als Fluoridsalz in geringen Mengen Karies (Zahnfäule) verhindern bzw. verringern. Aus diesem Grund enthalten viele Zahnpasten, Zahngels oder auch Mundwasser Fluoride. In manchen Ländern, wird Fluorid daher auch dem Trinkwasser beigemengt. Durch diese Trinkwasserfluoridierung soll die Bevölkerung besser vor der Volkskrankheit Zahnkaries geschützt werden.

In Deutschland findet eine solche Trinkwasserfluoridierung nicht statt – und das wird vermutlich auch in der Zukunft so bleiben. Denn die künstliche Erhöhung des Fluoridgehalts im Trink- und Brauchwasser verstößt gegen einen zentralen Regelsatz der hiesigen Trinkwasserversorgung, nach dem das Trinkwasser so natürlich wie möglich und damit auch frei von Zusätzen sein muss.

Außerdem käme die Trinkwasserfluoridierung einer Zwangsmedikamentierung gleich, da jeder davon betroffen wäre, ob er will oder nicht. Im Gegensatz dazu kann jeder Deutsche frei entscheiden, ob er das bereits seit Jahren erhältliche fluoridierte Speisesalz oder fluoridhaltige Zahnpflegeprodukte verwenden bzw. seinen Kindern geben möchte.

Fluorid hat nicht nur Auswirkungen auf den Zahnschmelz

Bei einer Fluoridierung von Salz oder Trinkwasser wird das entsprechende Lebensmittel nicht mit reinem Fluor, sondern einer Fluorverbindung wie Calciumfluorid angereichert. Fluoridkonzentrationen von bis zu 1 ppm stellen laut Aussagen der Weltgesundheitsorganisation WHO einen wirksamen Schutz vor Zahnkaries dar. Die Einheit ppm bedeutet „parts per million“ – umgerechnet auf einen Liter Trinkwasser entspräche das also einem Mikrogramm oder 0,001 g Fluor.

In Ländern mit Trinkwasserfluoridierung haben verschiedene Studien gezeigt, dass die Karieshäufigkeit in der Bevölkerung um 50 bis 60 gesunken ist. Das kann eine Folge des direkten Kontakts von Fluor mit dem Zahnschmelz sein. Manche Experten führen die Wirkung aber auch auf den Einbau von Fluor in die Zahnkeime zurück, also auf die verstärkte Fluoridierung von Zähnen im Entwicklungsstadium. Gegner einer Trinkwasserfluoridierung lehnen jedoch nicht nur die Zwangsmedikation der gesamten Bevölkerung ab, sondern befürchten auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Bereits jetzt treten in Ländern mit Trinkwasserfluoridierung mehr Fälle von Fluorose auf. Unter diesem Begriff werden verschiedene Symptome zusammengefasst, die durch zu viel Fluor entstehen können. Bei Zahnfluorose oder Dentalfluorose kann es etwa durch ein Zuviel an Fluor zu weißlichen oder bräunlichen Zahnverfärbungen kommen – davon sind in den USA heute rund 40 Prozent der Teenager mehr oder weniger stark betroffen. Ist die Fluoridkonzentration im Körper viel zu hoch, ist die Fluorose nicht nur unschön, sondern auch schädlich für die Zahngesundheit, da sie die Widerstandskraft des Zahnschmelzes schwächt.

Fluor lagert sich jedoch nicht nur im Zahnschmelz, sondern auch in den Knochen und in vielen anderen Geweben ein. Es verändert verschiedene Enzyme im Organismus, und eine zu hohe Fluorkonzentration kann das Immunsystem, den Blutkreislauf, die Atmungsorgane, Leber und Nieren sowie die Gehirnfunktionen beeinträchtigen. Den günstigen Auswirkungen auf die Karieshäufigkeit stehen demnach viele toxische und noch mehr unklare Wirkweisen entgegen. Fluorid ist in höheren Konzentrationen nachweisbar krebserregend und wird zunehmend auch mit Gehirnfunktionsstörungen wie Demenz oder ADHS (Aufmerksamkeitsstörung, Konzentrationsschwäche, Hyperaktivität) in Verbindung gebracht.

Die Effekte von Fluorid bzw. einer Trinkwasserfluoridierung sind nicht vollständig erforscht und geklärt. Doch schon heute sehen viele Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen zu viel Fluorid im Organismus und sinkender Intelligenz, Störungen des hormonellen Systems, Knochenschwund, höherer Neigung zu Knochenbrüchen sowie Schilddrüsenfehlfunktionen. Es ist also keine übertriebene, sondern durchaus angebrachte Vorsicht, auf eine Trinkwasserfluoridierung in Deutschland weiterhin zu verzichten.

Wie kann der Zahnschmelz auch ohne Trinkwasserfluoridierung geschützt werden?

Die beste Prävention gegen Zahnkaries ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie sollte vor allem viel frisches oder nur leicht gedünstetes Gemüse, Nüsse und calciumreiche Milchprodukte enthalten. Fleischesser sollten darauf achten, hochwertige Fleisch und Fleischerzeugnisse zu sich zu nehmen – etwa Biofleisch bzw. Fleisch von Tieren, die mit Gras und natürlicher Nahrung statt mit Tiermehl gefüttert wurden. Bei der Tierhaltung sollte auch auf Medikamente wie Hormonpräparate oder Antibiotika verzichtet werden, damit das Fleisch gesund und frei von schädlichen oder unberechenbaren Zusätzen ist.

Um die Karieshäufigkeit zu verringern und die Zahngesundheit allgemein zu verbessern, ist außerdem eine zucker- und säurearme Ernährung empfehlenswert. Zucker bzw. die bei seiner Verstoffwechslung entstehenden Säuren greifen den Zahnschmelz an und bieten Kariesbakterien einen idealen Nährboden. Wer sich bewusster ernährt, kann damit nicht nur Karies, sondern auch anderen Volksleiden wie Parodontitis, Übergewicht oder Diabetes wirksam vorbeugen.

Zuletzt ist natürlich auch die regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene entscheidend. Wer sich zwei- bis dreimal täglich die Zähne und zahnzwischenräume mit der richtigen Putztechnik reinigt, eine gute Zahnbürste verwendet und diese spätestens alle drei Monate wechselt, hat bereits viel für eine optimale Kariesprophylaxe getan. Kinder sollten schon früh an die richtige Mundhygiene und Vorsorge gewähnt werden. Dabei müssen die Eltern eine Vorbildfunktion übernehmen und gute Zahnpflege vorleben. Dazu gehört auch das Wahrnehmen der Vorsorgetermine beim Zahnarzt – sie sind für alle Versicherten in Deutschland kostenlos und werden für Erwachsene einmal und für Kinder zweimal pro Jahr empfohlen.


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Gregor
Flourid

Fluorid ist Abfall und gehört nicht in den Körper. Außerdem schädigt es der zirbeldrüse! Punkt. Aus.

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