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Zahnersatz , Optimiert

10 Fakten über Zahnimplantate

1. Zahnimplantate sind Zahnersatz aus drei Teilen.

Ein Zahnimplantat ist Zahnersatz, der dauerhaft in den Kieferknochen implantiert (= eingepflanzt) wird. Viele wissen jedoch nicht, dass das komplette Implantat (so, wie es später getragen wird) in aller Regel aus drei Teilen besteht: der künstlichen Zahnwurzel, die anstelle der früheren eigenen im Knochen verankert wird, einem Verbindungsstück (Abutment) und dem sichtbaren Zahnersatz.

Dieses Wissen ist auch für die Kostenkalkulation wichtig, denn zuweilen wird nur der Preis für das eigentliche Implantat (das Wurzelstück) genannt. Implantatgestützter Zahnersatz (meist eine Krone auf Implantat) kann eine feste Brücke oder Krone oder eine abnehmbare Prothese sein.

2. Zahnimplantate sind meist die bessere Entscheidung.

Zahnimplantate haben gegenüber Zahnprothesen viele Vorteile. Sie halten lange, sind als Zahnersatz nicht zu erkennen und fühlen sich beim Sprechen und Kauen wie eigene Zähne an. Durch Implantate wird der Knochenabbau im Kiefer stark verringert oder hört sogar ganz auf, da der Körper die künstliche Wurzel als echte akzeptiert. Implantatgestützte Teilprothesen sitzen fester und drücken weniger auf die empfindliche Mundschleimhaut. Zudem müssen für ein Implantat keine Zähne als Pfeiler (Stütz- und Tragezähne) beschliffen und präpariert werden; das schont die verbleibenden eigenen Zähne.

Als Nachteile sind die üblichen OP-Risiken zu nennen, denn für ein Implantat ist ein kleiner Eingriff beim Zahnarzt notwendig. Die Kunstwurzel muss einheilen, bevor der Zahnersatz aufgesetzt werden kann, dadurch dauert die Behandlung insgesamt länger. Auch Zahnimplantate müssen gewissenhaft gepflegt werden. Der Zahnarzt informiert über alle Schritte der Implantatbehandlung und auch über die Mundhygiene für Implantatträger.

3. Das Material ist entscheidend für die Qualität des Implantats.

Wegen seiner hervorragenden Biokompatibilität (Körperverträglichkeit) wird meist Titan verwendet. Eine Alternative bei Metallallergien ist Zirkondioxid, eine sogenannte Hochleistungskeramik.

Für Verbindungsstücke und den sichtbaren Zahnersatz kommen viele Materialien in Frage. Keramiken bieten beispielsweise bei Kronen und Brücken meist die beste Ästhetik und Verträglichkeit, wobei größere Prothesen (Kunststoff) oft durch eingearbeitete Metallteile verstärkt werden.

4. Bei der Herstellung kommen modernste Technologien zum Einsatz.

Die Herstellung von Zahnimplantaten ist heute dank computerunterstützter Zahnmedizin und industrieller Fertigungstechniken schneller und preiswerter möglich als früher. Moderne Technologien wie CAD/CAM erlauben auch in der Zahnprothetik höchste Präzision. Um den letzten Schliff für makellose Ästhetik kümmert sich gegebenenfalls noch der Zahntechniker.

5. Behandlungsablauf - Ohne die Präzisionsarbeit des Zahnarztes nützt das beste Implantat nichts.

Auch der Zahnarzt leistet Präzisionsarbeit: Er plant das Implantat, ermittelt die Bissposition und nimmt einen exakten Abdruck, damit später alle Teile genau zueinander und zum Patienten passen. Er kann das Zahnimplantat einsetzen und ist später für eventuelle Feinabstimmungen im sichtbaren Bereich und für den optimalen Tragekomfort zuständig.

Der erste Schritt im Behandlungsablauf ist immer die Anamnese. Der Arzt befragt den Patienten zu eventuellen Vorerkrankungen, untersucht gründlich das gesamte Gebiss und den Kiefer und erstellt Röntgenaufnahmen. Zahnfleischentzündungen und kariöse Zähne werden vor dem Einsetzen des Implantats noch behandelt, damit die Implantatversorgung und Einheilzeit störungsfrei ablaufen können. Auch eventuell nötige Knochenaufbaumaßnahmen werden geplant und durchgeführt.

Für die eigentliche Implantation legt der Zahnarzt den Kieferknochen frei und präpariert das Implantatbett, also die Basis für das Implantat, mit einem Spezialbohrer. Bohrschablonen helfen ihm, dabei den richtigen Winkel und die exakte Richtung einzuhalten. Denn die Implantate müssen ganz genau positioniert und in den Knochen eingesetzt werden, ohne dabei die Nerven zu verletzen. Mit technischer Präzision, speziellen Feinwerkzeugen und viel Fingerspitzengefühl stellt der Zahnarzt sicher, dass der geplante Zahnersatz oder die Zahnprothese später optimal sitzen, funktionieren und angenehm zu tragen sind. 

6. Ein Implantat ist nicht in jedem Fall geeignet.

Zahnimplantate werden vom Kieferknochen meist problemlos angenommen und wachsen fest ein (= Osseointegration). Es muss jedoch noch genug Knochensubstanz vorhanden sein. Bei starkem Knochenschwund kann die künstliche Wurzel keinen Halt finden; in solchen Fällen rät der Zahnarzt vom Implantat ab. Fehlt jedoch nur wenig Knochen, kann dieser vor der Implantation mit Eigenknochen oder künstlichem Knochenersatzmaterial aufgebaut werden, damit er an der entsprechenden Stelle wieder dick und stabil genug ist, um das Implantat sicher zu halten.

Bei starken Rauchern ist die Wundheilung schlechter, was zu Komplikationen führen kann. Daher wird empfohlen, das Rauchen zumindest während der Einheilungszeit ganz zu lassen.

7. Die Kosten - Ein Zahnimplantat ist nicht billig.

Nachbereitung der Zahnbehandlung (z. B. Knochenaufbau) können für ein Zahnimplantat Kosten von ca. 1.000 bis zu mehreren tausend Euro entstehen. Daran beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit dem Regelsatz für Standard-Zahnersatz (rund 360 Euro). Mit Zahnersatz aus dem Ausland können Patienten die Material-, Labor- und Fertigungskosten stark senken. 

8. Zahnimplantate haben keine Haltungsbeschränkung.

Bei Einhaltung aller Hygiene- und Pflegeregeln können Zahnimplantate lebenslang halten. Statistisch gesehen halten sie mindestens zehn bis zwanzig Jahre, auch vierzig Jahre alte Implantate sind der Wissenschaft bekannt.

9. Implantate lassen sich grundsätzlich überall im Kiefer verankern.

Ein Zahnimplantat kann an jeder Position im Mund eingepflanzt werden. Der Zahnarzt berücksichtigt dabei die obere bzw. untere Kieferbeschaffenheit, um die jeweils optimale Tiefe und Stärke des Implantats zu bestimmen.

Übrigens: Der Kieferknochen ist im Unterkiefer generell dichter als im Oberkiefer. Das beeinflusst sowohl den Behandlungsablauf (z. B. Knochenaufbau) als auch die Einheilzeit. So dauert es in der Regel zwischen zwei und drei Monaten, bis ein Unterkieferimplantat eingeheilt ist; bei Implantaten im Oberkiefer beträgt die normale Einheilzeit zwischen vier und sechs Monaten.

Der Unterschied im Heilungsprozess ist durch die höhere Knochendichte im unteren Kiefer bedingt. Im Anschluss daran kann das Zahnimplantat dann mit einer individuellen Versorgung, beispielsweise einer Krone oder anderem Zahnersatz, versehen werden.

10. Die Operation für ein Zahnimplantat ist schmerzfrei.

Mit den heutigen Operationstechniken dauert der Eingriff zum Einsetzen meist nur zwischen 30 und 90 Minuten. Er kann in Vollnarkose, im sogenannten Dämmerschlaf oder mit örtlicher Betäubung erfolgen und ist für den Patienten schmerzfrei. Nach der Operation dauert es allerdings noch einige Monate, bis das Implantat eingeheilt ist und mit Zahnersatz versorgt werden kann. Für die Zwischenzeit wird der Patient mit einem Provisorium versorgt. 


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Degen
Prothese mit Gaumenplatte

Hallo...

Ich bekam oben und unten Prothesen. Oben mit dieser Gaumenplatte. Damit komme ich überhaupt nicht klar kann seit dem nicht mehr richtig essen oder richtig sprechen. Zumindest macht es keinen Spaß oder Freude und ich fühle mich totunglücklich damit. Gibt es Alternativen??? Ich wäre sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Degen

DIE32
Prothese mit Gaumenplatte

Guten Tag Herr Degen,

Ihr behandelnder Zahnarzt kann Ihnen sicherlich Alternativen zu Ihrem bisherigen Zahnersatz nennen, denn er kennt Ihre Mundsituation. Wir fertigen viele Arten von Zahnersatz. Auf unserer Website können Sie sich unter diesem Link ein genaues Bild von unserem Produktportfolio machen: www.zahnersatzsparen.de/zahnersatz/. Bei Rückfragen steht Ihnen unser Patientenservice unter der kostenlosen Rufnummer 0800-160 0 170 gerne zur Verfügung.

Beste Grüße, Ihr Team vom Online Magazin DIE32

Pia
Zähne ziehen

Hallo, ich bin erst 14, aber habe heute erfahren, dass bei mir bei 2 Backenzähnen nur die Milchzähne da sind. Die bleibenden Zähne fehlen. Entweder ich bekomme später, wenn ich erwachsen bin, und sie von alleine rausfallen ein Implantat oder sie ziehen sie jetzt raus und ich bekomme eine Zahnspange, wo alle Zähne dahinter einen Platz nach vorne verschoben werden sollen. Ich weiß nicht was besser ist?

Die32
Zähne ziehen

Hallo Pia, welche der beiden Möglichkeiten für Dich am besten geeignet ist, wird dein Zahnarzt entscheiden. Er kennt deine Mundsituation am besten und wird sich daran orientieren, um die bestmögliche Behandlung für dich durchzuführen. Viele liebe Grüße, Deine Redaktion vom Online Magazin Die32

Mau
Implantat

Ich habe eine Frage bezüglich der Implantation. Mir ist eine Krone am vorderen Schneidezahn abgebrochen, diese nun provisorisch geklebt damit sie nicht ganz zerstört wird. Da der Zahn schon seit 15 Jahren Wurzelbehandlt war und zum Teil gebrochen, riet mir mein Zahnarzt zum Implantat. Dies sollte aus ästhetischen Gründen und der Beachtung des erhalt des Zahnfleisches schnell erfolgen. Im Vorlauf war nun 3D Aufnahme und Vorgespräch. Nun nehme ich Antibiotika für 14 Tage die Extraktion des Zahnes soll am 8. Tag mit Aufbau im Wurzelkanal erfolgen. Leider habe ich noch eine Entzündung, welche vereitert war. Diese ist durch die Fraktur entstanden und noch nicht vollständig abgeheilt (heute Tag 5 nach Beginn der Antibiose). Kann das alles so stattfinden und eventuell sogar das Implantat an diesem Tag gesetzt werden?

Die32
Implantat

Guten Tag!

Leider können wir Ihre Frage nicht beantworten, da wir keine zahnärztliche Praxis sind. Nur Ihr Behandler kann entscheiden, ob das Implantat schon gesetzt werden kann. Er/sie kennt Ihre individuelle Mundsituation und kann sehen, in wie weit die Entzündung bereits abgeklungen ist. Wir wünschen Ihnen eine schnelle Genesung. Beste Grüße, Ihre Redaktion vom Online Magazin Die32

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